Hallo und Willkommen beim TV Olpe ...

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Oktober 2025

Westfalenpost, 30.10.2025

Einsatz für mehr Hallen-Kapazitäten

Jugendhandballer Tim Zeppenfeld und Jonathan Hesse starten Unterschriften-Aktion

Olpe Sage niemand, junge Menschen seien nicht interessiert an Lokalpolitik. Ein schlagender Gegenbeweis sind Tim Zeppenfeld (14) und Jonathan Hesse (13). Die beiden Jugendhandballer des TV Olpe setzen sich für mehr Sporthallen-Kapazitäten in Olpe ein. Und sie reden nicht nur, sondern sie handeln. So haben sie eine Unterschriften-Aktion gestartet.

Die Unterschriftenlisten liegen in 33 Geschäften in Olpe aus. Sie werden sehr wohl beachtet. „Einige Listen sind schon voll“, konnte Tim Zeppenfeld vermelden, „200 Unterschriften haben wir bestimmt mittlerweile.“ Das Ziel sind etwa 500 bis 1000 Stimmen. Eine Petition ist diese Aktion nicht. Jonathan Hesse: „Es war so, dass wir das Zeichen haben, dass viele Leute unserer Meinung sind, und dann wollen wir mit dem Bürgermeister sprechen.“

Neben der Unterschriftenliste liegt auch ein Informationsschreiben aus. Darin heißt es wörtlich: „In Olpe fehlt es an ausreichend nutzbaren Sporthallen. Viele Vereine, Schul- und Freizeitgruppen haben Schwierigkeiten, Trainingszeiten zu bekommen. Oft müssen Stunden ausfallen oder auf späte Abendzeiten verlegt werden. Wir möchten erreichen, dass die Stadt Olpe mehr Hallen Kapazitäten schafft und bestehende, derzeit ungenutzte Hallen, wie die Realschule, schnellstmöglich wieder öffnet. Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie unser Anliegen für mehr Platz für Sport und Gemeinschaft in Olpe.“

Unterzeichnet haben nicht nur Sportlerinnen und Sportler, sondern auch deren Eltern und sonstige Verwandte. Von einigen seien die beiden auch schon angesprochen worden. Jonathan Hesse: „Die finden das auch gut, weil sie selbst Handball oder Basketball spielen.“ Er nennt ein Beispiel: „Ich habe einen Freund, der spielt Basketball und der fährt jede Woche dreimal nach Siegen zum Training, weil in Olpe keine Halle frei ist.“ Der begrüße es auch, was die beiden jungen Handballer machen.

Die Idee kam den beiden bei einem Spiel in Ferndorf. Auf der Rücktour saßen sie gemeinsam im Auto und haben über das Thema gesprochen. Tim Zeppenfeld: „Am besten wäre natürlich eine Dreifach-Halle. Aber es fehlt auf jeden Fall Hallenplatz insgesamt. Wenn man die Realschulhalle auf den neuesten Stand bringen würde, wäre das schonmal gut.“

Die Halle steht seit dem letzten Sommer still. Die Dachkonstruktion ist marode. „Die Halle war wegen der Dach-Problematik nicht nutzbar für längere Zeit“, informierte Ingo Sondermann, Leiter Amt für Bildung, Soziales und Sport. Es ist aber „absehbar, wann die wieder freigegeben wird und in die Nutzung geht.“ Sondermann: „Die Baumaßnahmen sind ja so weit abgeschlossen, so dass sich die Situation kurzfristig wieder etwas entspannen sollte.“ Reicht es schon für das Kult-Turnier um den Stadtpokal Olpe in der ersten Januarwoche? Ingo Sondermann: „Wir hoffen ja, ich bin ja jetzt auch nicht aus dem Baubereich, aber ich meine, Ende November Anfang Dezember sollte das dann wieder möglich sein.“

Hallenmangel ist auch ein Zeichen für viele Mannschaften, für starke Jugendabteilungen. Allein im Handball haben wir zwei Herrenmannschaften, zwei B-Jugendmannschaften, zwei E-Jugendmannschaften, eine C-Jugend und zwei Minimannschaften, zählt Jonathan Hesse auf. Im Winter kommen die Leichtathleten und Fußballer auch in die Hallen. Das wird dann womöglich problematisch, sagt Tim Zeppenfeld. An Hallen hat Olpe die Kreissporthalle, die Hakemicke, das Städtische Gymnasium und die SFG-Halle, die komplett von den Volleyballern benutzt wird, die ebenfalls über viele Mannschaften verfügen. Eine Frist haben sich die beiden nicht gesetzt. „Ungefähr Ende des Jahres, aber auf jeden Fall, wenn wir genug Unterschriften haben“, antwortete Tim Zeppenfeld.

Wenn der Winter kommt, wollen zum Beispiel auch die Fußballer in die Halle. Dann wird es noch enger. „Ja, aber das hatten wir die ganzen Jahre immer. Das ist doch eine normale Situation“, sagte Ingo Sondermann, „bei einem bestimmten Wetter möchten die Fußballer natürlich auch Hallen-Zeiten haben. Das ist in einem bestimmten Rahmen auch möglich gemacht worden.“

Was die Unterschriften-Aktion angeht, zeigt sich Ingo Sondermann offen: „Der etwas bessere Weg wäre, wenn Sie mit uns in der Sache mal Kontakt aufnehmen würden. Dann könnten wir das im Gespräch bleiben. Aber ich verstehe natürlich die Ungeduld, es hat alles ein bisschen länger gedauert, wir hatten schon die Hoffnung, im Herbst, im September, Oktober, fertig zu sein.“ Sondermann selbst nutzt ebenfalls eine Halle. Er spielt Tischtennis für den TV Olpe/Dahl/Friedrichsthal. In der Hakemicke-Turnhalle.


Westfalenpost, 30.10.2025

BG Olpe/Siegen gewinnt, überzeugt aber nicht wirklich

In der 1. Basketball-Regionalliga der Herren gelingt ein glücklicher 78:73-Heimsieg gegen die BG Aachen. Jetzt wartet ein Härtetest

Olpe Die BG TVO/TV Jahn hat in der 1. Baskeball-Regionalliga der Herren einen glücklichen 78:73-Heimsieg gegen die BG Aachen eingefahren. Trotz des Erfolgs war es eine insgesamt enttäuschende Vorstellung, die deutlich machte, dass das Team aktuell weit unter seinen Möglichkeiten bleibt.

Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit, in der vor allem Jeremiah Sparks und Marcel Weiß überzeugen konnten, führte die BG zur Pause mit neun Punkten. Doch anstatt nach dem Seitenwechsel entschlossen nachzulegen, kam die Mannschaft völlig ohne Energie und Konzentration aus der Kabine. Aachen – ersatzgeschwächt, aber mit starker Einstellung – kämpfte sich Punkt für Punkt heran und ging bis zum Ende des dritten Viertels sogar selbst mit neun Zählern in Führung.

Im letzten Abschnitt wurde es noch einmal richtig eng. Eine Minute vor Schluss lag die BG TVO / TV Jahn sogar mit einem Punkt zurück. Erst ein wichtiger Dreier von Daniel Persun brachte die Wende, ehe Topscorer Jeremiah Sparks mit einem „And-One“ und einem weiteren Korbleger den hart umkämpften Sieg endgültig sicherte. Insgesamt ein 78:73-Sieg (21:16, 18:14, 25:25, 14:18), der zwar zwei Punkte aufs Konto bringt, aber sportlich kaum zufriedenstellen kann.

Coach Daniel Baethcke: „Das war eine ganz schwache Leistung gegen ein ersatzgeschwächtes Aachener Team, das nie aufgegeben hat und mit ein bisschen Glück die Punkte hätte entführen können. Wir haben Aggressivität, Einstellung und Spielwitz komplett vermissen lassen. Gott sei Dank stehen wir jetzt 3:3 – aber für unser Ziel, den Klassenerhalt, müssen wir uns deutlich steigern.“

Positiv: Jeremiah Samuel Donald Sparks erzielte 39 Punkte in 40 Minuten – überragend und spielentscheidend, Marcel Weiß legte eine starke erste Halbzeit hin mit sechs Punkten und viel Einsatz.

Am kommenden Wochenende wartet ein echter Härtetest, am Freitag auswärts bei Deutz und am Sonntag um 17 Uhr zu Hause gegen den Tabellenführer BBA Aachen. Daniel Baethcke: „Wenn wir da nicht komplett untergehen wollen, müssen wir uns richtig strecken, als Team auftreten und vor allem den Kampfgeist zeigen, den ich am Samstag so sehr vermisst habe.“


Westfalenpost, 24.10.2025

BG Olpe/Siegen empfängt seinen „Zwilling“

Samstags-Gäste aus Aachen sind ebenfalls Aufsteiger in der Basketball-Regionalliga und haben eine 2:3-Bilanz

Olpe Ein Duell auf Augenhöhe nennt der Sport-Interessierte das, was die Basketballer der BG Olpe/Siegen am Samstag ab 18.30 Uhr in der Kreissporthalle vor sich haben. Denn der Gast, die BG Aachen, ist ebenfalls Aufsteiger in die 1. Regionalliga und steht mit 2:3-Siegen genau so da wie die heimische Mannschaft von Daniel Baethcke.

Beide Seiten kennen sich sehr gut, sie standen sich in der Vorbereitung häufig in Testspielen gegenüber, in diesem Jahr allerdings mal nicht. Das Duell Olpe gegen Aachen am 6. Spieltag wird auch das zwischen Sparks gegen Schönborn sein, wobei Sparks der Top-Scorer der Liga ist, Tim Schönborn hat jahrelang in der 2. Liga gespielt, unter anderem bei Bayer Leverkusen. „Den zu kontrollieren, das gilt für uns“, sagte Daniel Baethcke, „ob man einen solchen Spieler kontrollieren kann, sei dahingestellt.“ Zumindest wolle man dem Aachener „das Leben schwermachen“ in der Kreissporthalle. Die Gastgeber können am Samstag auf elf Spieler zurückgreifen, vermeldete Daniel Baethcke. Jetzt hoffen sie auf den nächsten Heimerfolg. Die Statistik macht Mut, denn von den beiden Heimspielen haben die Olper/Siegener beide gewonnen und freuen sich darauf, wieder vor ihrem lautstarken und emotionalen Publikum aufspielen zu können.


Westfalenpost, 22.10.2025

Erfolgs-Duo gibt sein Wissen weiter

Spitzen-Leichtathletinnen Julia Springob und Sophia Werthenbach steigen als Trainerinnen ein

Olpe Volkher Pullmann. Die unbändige Liebe zur Leichtathletik steckt ebenso in ihnen wie das pädagogische Talent. Und nun verbindet die Erzieherin Julia Springob und die angehende Grundschullehrerin Sophia Werthenbach, beide vom Skiclub Olpe, der gemeinsame Weg zur Trainerin. „Es ist richtig cool“, sagt die 29-jährige Julia Springob, die beim LC Attendorn ihre eigene Karriere begann, „dass dieser Lehrgang in Olpe stattfindet“.

„Übungsleiter-C-Ausbildungen im Verbandsgebiet des FLVW finden im Allgemeinen zentral in Kaiserau statt“, so Thorsten Kämpfer, erfahrener Trainer und Organisator beim TV Olpe, „2018 und jetzt wieder in Olpe.“ Die meisten Vereine scheuen aber den hohen Organisationsaufwand. Hintergrund der Bewerbung ist zum einen der große Leichtathletik-Boom in der Kreisstadt, zum anderen aber auch das große Interesse der heimischen Vereine. Insgesamt fanden sich 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Lehrgangsauftakt ein. „Die Altersstruktur ist beeindruckend“, sagt Kämpfer, „vom Jahrgang 2010 bis 1958 ist alles dabei.“

Aber die wenigsten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer können auf solche Erfolge wie die beiden Top-Sprinterinnen des Ski-Clubs Olpe zurückblicken – was natürlich nicht Voraussetzung für die Teilnahme ist. Dass aber gerade diese beiden Top-Athletinnen aufgrund ihrer Erfolge gleichzeitig auch eine hohe Vorbildfunktion für den Nachwuchs haben, versteht sich von selbst.

„Ich will mein Wissen erweitern, Neues kennenlernen, von erfahrenen Referenten profitieren“, steckt Julia Springob voller Wissbegierde, „ich will aber auch meine eigenen Erfahrungen weitergeben und dazu muss ich gut gerüstet sein.“ Der ehemaligen Attendornerin war es mit der 4x100-Meter-Staffel des Ski-Club Olpe vergönnt, 2015 zum ersten Mal eine Medaille von einer Deutschen Meisterschaft nach Olpe zu holen.

„Nach Platz fünf 2013 und Platz vier 2014 war dies fast überfällig“, blickt die Erzieherin zurück – und freut sich auch heute noch über Bronze wie vor zehn Jahren, als sie gemeinsam mit Johanna Heuel, Marie Ries und Sophia Werthenbach zum ersten Mal auf dem Podium stand.

Die Noch-Studentin Sophia Werthenbach konnte im Verbund mit Sarah Langemann, Tamara Müller und Marie Ries 2016 in Mönchengladbach sogar mit Gold über 4x100 Meter dekoriert werden. Sensationell. „Sport ist meine Leidenschaft“, sagt sie, „er hat mich seit meiner Kindheit begleitet. Da stecken tolle Erinnerungen drin. Der Sport hat mir so viel gegeben, und das will ich auch mal den Youngstern vermitteln.“

Für ihre Freundin Julia wird der Trainingsbetrieb schon im November beginnen. „Sie wird nach den Herbstferien eine talentierte Trainingsgruppe im Grundschulalter übernehmen“, freut sich Karl-Heinz Besting über das angekündigte Engagement der beiden herausragenden Athletinnen.

Sophia Werthenbach muss sich noch etwas bremsen. „Ich bleibe derzeit noch im Training, stehe kurz vor dem Masters-Examen und das nimmt noch viel Zeit in Anspruch“, sagt sie. Die angehende Grundschullehrerin kann dem Sport auch bei ihren beruflichen Ambitionen verbunden bleiben – und gegebenenfalls Talente frühzeitig der Leichtathletik zuführen.

Julia und Sophia – sie verbinden unzählige Staffelerfolge mit Johanna Heuel und Marie Ries. Dieses Quartett hat 2017 in Erfurt mit Platz acht die bislang beste Platzierung bei einer DM in der Frauenklasse erreicht. Der damalige Kreisrekord von 46,11 Sekunden hielt bis zum 11. Juli 2025 allen Verbesserungsversuchen stand, bevor Maja Blagojevic, Hannah Bauermann, Maja Tröster und Hannah Carin Brieden bei der U20-DM in Wattenscheid zweihundertstel schneller waren und mit Silber belohnt wurden.

Möglicherweise sind Julia Springob und Sophia Werthenbach einmal selbst Wegbereiterinnen eigener Schützlinge zu einer Zeit von unter 46 Sekunden. Und dann werden sie die Worte ihres langjährigen Trainers Dieter Rotter einmal ihren Eleven mit auf den Weg geben, wenn es denn soweit sein sollte: „Glaubt an euch und macht es.“


Westfalenpost, 21.10.2025

BG Olpe/Siegen hält gegen bärenstarke Elefanten gut mit

Gäste bieten dem Tabellen-Zweiten Grevenbroich in der 1. Basketball-Regionalliga Paroli. Samstag wichtiges Spiel gegen Aachen

Grevenbroich Dass es eine schwere Reise werden würde, war von vorneherein klar. Der Tabellenzweite NEW Elephants Grevenbroich wartete in der 1. Basketball-Regionalliga auf die BG Olpe/Siegen. Doch trotz der 93:106 (52:58)-Niederlage konnten die heimischen Basketballer zufrieden nach Hause ins Sauerland fahren. „Weil es eine ganz andere Hausnummer war“, so der BG-Coach Daniel Baethcke.

In der Tat traf die heimische BG in Grevenbroich auf einen bärenstarken Gegner. „Sie haben viele Jungs, die in der Pro A oder Pro B gespielt haben“, informierte Daniel Baethcke, „ein unheimlich tiefes Team, bis elf, zwölf Positionen haben sie wirklich starke Spieler. Sie stehen nicht umsonst dort oben, wo sie jetzt stehen.“ Aber es ich nicht so, dass die BG Olpe/Siegen nicht auch über große Qualität verfügen würden. Zum Beispiel Jeremiah Sparks lieferte einmal mehr ein großes Spiel ab, ist aktuell, Top-Scorer der 1. Regionalliga mit 28 Zählern im Schnitt, elf Rebounds und sechs Assists.

Über lange Zeit bot die BG Olpe/Siegen den Grevenbroichern einen echten Kampf, „aber im ersten Viertel haben sie uns quasi zerschossen“, sagte Baethcke, „sie haben alles getroffen.“

Die Rheinländer haben verdient gewonnen, gab der Teamchef zu, war aber mit der kämpferischen Einstellung der Seinen absolut zufrieden. So kamen sie im dritten Viertel sogar nochmal auf zwei Punkte ran. Aber am Ende hatte es, obwohl die Sauer-Siegerländer prima dagegengehalten hatten, nicht mehr gereicht.

Am kommenden Wochenende geht es mit zwei Siegen und drei Niederlagen gegen die BG Aachen. Beginn ist um 18.30 Uhr in der Kreissporthalle. Baethcke: „Ein ganz wichtiges Spiel, Aachen ist ebenfalls Aufsteiger. Da wäre es natürlich super, wenn wir auf 3-3 stellen könnten.“

Statistik: Jeremiah Sparks (31 Punkte), Damir Kasun (23), Tresor Maleo Nsiabandoki (15), Jacob Mampuya (11), Rafael Carton Charfole (10), Waldemar Gomer (2), Marcel Weiß (1), Cemal Birinci, Elmantas Spudulis, Chousein Souleiman, Oleksandr Budiuk.


Westfalenpost, 14.10.2025

Aufatmen beim TV Olpe nach erstem Heimsieg der Saison

Verbandsliga-Handballer steigern sich nach schwacher Anfangsphase vor großer Zuschauerkulisse. Carlo Rogalla hält Vorsprung fest

Olpe Schwach angefangen, dann aber in die Spur gefunden – und dank einer starken Abwehrleistung in der zweiten Halbzeit den Heimsieg souverän eingefahren. In einem von beiden Seiten eher mäßig geführten Verbandsligaspiel gewann der TV Olpe gegen die SG DJK Bösperde am Ende verdient mit 28:23 (13:14). Damit feierten die Kreisstädter ihren ersten Heimsieg der laufenden Spielzeit.

Ein spürbarer Stein fiel sowohl Trainer Frieder Krause als auch dem sportlichen Leiter Ben Fuhrmann von den Schultern. Aufgrund der angespannten Personallage sprangen die Routiniers Thomas Krawitz, Marc Rumpff und Khemais Ramoul als helfende Hände ein. Der TVO profitierte zudem von einer großen Zuschauerkulisse, denn im Anschluss spielten die Regionalliga-Basketballer der „Black-Fyz“, deren Fans die Handballer lautstark unterstützten. So konnte Trainer Krause vor der einwöchigen Pause aufatmen – und mit Rückenwind in das nächste Auswärtsspiel beim TuS Volmetal 1887 II gehen. „Wir haben heute unsere Tugenden aus der letzten Saison wieder auf die Platte gebracht – Kampf, Emotionen und Leidenschaft. Dadurch konnten wir eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigen und die Zuschauer wieder auf unsere Seite ziehen“, so Krause nach der Partie.

Wie so oft in dieser Saison leisteten sich die Olper einen klassischen Fehlstart. Nach vier Minuten lagen die Gastgeber mit 1:4 zurück – lediglich Leon Schneider traf per Siebenmeter (4.). Danach kam die Krause-Truppe jedoch besser ins Spiel. Allerdings hatte der TVO im gesamten Spiel gleich sechsmal Pech am Holz, hinzu kamen technische Fehler, unnötige Ballverluste und Zeitstrafen, sodass der Spielfluss im ersten Durchgang nie richtig zustande kam. In der Anfangsphase überzeugten die Gäste aus dem Mendener Vorort durch schnelles Umschaltspiel, das die Olper Abwehr mehrfach vor Probleme stellte. Dass die Hausherren zur Pause nur knapp zurücklagen, war vor allem Torhüter Carlo Rogalla (12 Paraden), Henrik Ohm (6 Tore) und Leon Schneider (8/8 bei nur einem Fehlwurf) zu verdanken – ein Trio, das entscheidende Akzente setzte.

Nach dem Seitenwechsel hatte sich der TVO besser auf die Spielweise der Gäste – und auch auf die teilweise unverständliche Regelauslegung der Schiedsrichter Leon Berthold (Marburg) und Andre Karberg (ATV Drostfeld) – eingestellt, die auf beiden Seiten für Unmut sorgte. In der Schlussphase zeigte Olpe schließlich eine kompakte Defensive mit guter Abstimmung zwischen Abwehr und Torhüter Rogalla. Das Resultat: Bösperde traf in den letzten sechs Minuten nur noch einmal, durch Tim Voss (59.).Entsprechend bedient zeigte sich Gästetrainer Marc Lauritsch nach dem Spiel: „Wir haben heute zu viele individuelle Fehler gemacht. Mit 23 Auswärtstoren kann man einfach nicht gewinnen. Wir hatten uns das ganz anders vorgestellt – ich bin entsprechend enttäuscht.“

TV Olpe: Rogalla; Rumpff; Khemais Ramoul, Rohrmann (2), Thomas Krawitz, Weigelt (1), Thiem (5), Samuel Krawitz (2), Schipper (3), Dominick (1), Ohm (6), Schneider (8).mewa


Westfalenpost, 14.10.2025

BG reißt Zuschauer von den Sitzen

Basketball-Regionalligist treibt Dramatik auf die Spitze

Olpe In einem packenden Duell in der Kreis-Sporthalle Olpe setzte sich die BG TVO / TV Jahn mit 83:80 gegen die BSV Münsterland Baskets Wulfen durch. Beide Basketball-Regionalligisten lieferten sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen.

Das Spiel begann mit einem intensiven ersten Viertel, in dem die Gäste aus Wulfen zunächst die Führung übernahmen. Doch das lokale Team BG TVO / TV Jahn kämpfte sich zurück und beendete das Viertel knapp mit 19:18. Im zweiten Viertel dominierte BG TVO / TV Jahn mit einem beeindruckenden Lauf von 12:3 und ging mit 42:34 in die Halbzeitpause – acht Punkte Vorsprung, getragen von starker Defensive und hoher Trefferquote von außen.

Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt jedoch deutlich. Die BSV Münsterland Baskets Wulfen übernahmen die Kontrolle, trafen hochprozentig, verteidigten knallhart und entschieden das dritte Viertel mit 24:6 für sich. Plötzlich stand es 48:58 aus Sicht der Gastgeber – ein Rückstand von zehn Punkten vor dem Schlussabschnitt.

Doch dann begann der vielleicht emotionalste Teil des Spiels. Das vierte Viertel war pure Leidenschaft, grandiose Defense und Willenskraft. Die Black Flyz mobilisierte die letzten Kräfte, angetrieben von den Fans und dem lautstarken Fanclub. Besonders hervorzuheben: Drei Dreier von Damir Kazun und elf Punkte von Jakob Mampuya, der unglaubliche Energie ins Spiel brachte. 18 Sekunden vor Schluss erzielte Mampuya den Ausgleich zum 74:74 – die Halle bebte! Damit ging das Spiel in die Overtime.

In der Verlängerung übernahm Jeremiah Samuel Donald Sparks die Verantwortung: Zuerst traf er einen Dreier, kurz darauf einen schwierigen Hakenwurf gegen Ablauf der 24-Sekunden-Uhr. Olpe/Siegen lag nun mit sechs Punkten vorne und sah wie der sichere Sieger aus. Doch Wulfen schlug zurück – ein Dreier verkürzte den Abstand. Dann, 25 Sekunden vor Schluss, bekam Wulfen drei Freiwürfe nach einem Foul beim Dreier, traf jedoch nur zwei. Mit der Schlusssirene brach die Halle in Jubel aus. Spieler, Trainer und Fans lagen sich in den Armen – die Erleichterung und Freude waren greifbar.


Westfalenpost, 11.10.2025

Warum läuft es beim TV Olpe noch nicht rund?

Verbandsliga-Handballer stecken in dieser Saison im Formtief

Olpe Nach fünf Spieltagen sieht es für die Verbandsliga-Handballer des TV Olpe alles andere als rosig aus. Gerade einmal zwei Zähler konnten die Kreisstädter bislang auf ihrem Konto verbuchen. Auffällig dabei: Bis auf Joshua Krawitz steht nahezu dieselbe Mannschaft auf dem Feld, die in der vergangenen Saison unter Trainer Frieder Krause noch einen hervorragenden dritten Tabellenplatz belegte.

Daher stellt sich die Frage: Hat die TVO-Sieben in der abgelaufenen Spielzeit über ihre Verhältnisse gespielt – oder spiegelt der aktuelle Tabellenplatz das tatsächliche Leistungsvermögen wider? Zweifel kommen auf, insbesondere in Hinblick auf Fitness, Konzentration und Einstellung des Teams in einer anspruchsvollen Verbandsliga.

Der bisherige Tiefpunkt war die bittere 20:21 (11:13)-Heimniederlage gegen den bis dato sieglosen VTV Freier Grund – ein echter Schuss vor den Bug. Sicherlich spielen Verletzungen und berufliche Verpflichtungen einzelner Akteure eine Rolle in der derzeitigen Situation. Dennoch müssen nun alle Sinne geschärft und die Kräfte gebündelt werden, um die missliche Talfahrt zu stoppen.„Wir haben in dieser Woche eine intensive Fehleranalyse betrieben. Das Ergebnis: Wir sind auf keinen Fall schlechter als die anderen Mannschaften der Liga“, erklärte Ben Fuhrmann, der Sportliche Leiter des TV Olpe.

„Das Team hat den unbedingten Willen, wieder zur alten Stärke zurückzufinden. Dafür müssen die Fehlerquoten deutlich reduziert und die Konzentration hochgehalten werden.“ Unterstützung erhält die erste Mannschaft in den kommenden Wochen von Bastian Huckestein und Hassine Ramoul aus der zweiten Mannschaft. Zudem wird auch Rückraumspieler Henrik Ohm nach krankheitsbedingtem Ausfall wieder zur Verfügung stehen.

Am Samstagabend (18.30 Uhr) trifft der TV Olpe auf die DJK Bösperde. Es verspricht ein stimmungsvoller Handballabend zu werden – zumal im Anschluss die Basketballer der BG Olpe/Siegen ihr Heimspiel gegen den UBC Münster II austragen und somit für zusätzliche Unterstützung in der Halle sorgen dürften.mewa


Westfalenpost, 10.10.2025

Festtag für Handball- und Basketball-Fans

Basketballer der BG Olpe/Siegen tauschen das Heimrecht – Samstag Doppel-Heimspiel mit TVO-Handballern

Olpe Achtung, Basketball-Fans. Am kommenden Samstag haben die Regionalliga-Cracks der BlackFlyz des TV Olpe und TV Jahn Siegen nach dem ersten Saisonsieg zu Hause gegen UBC Münster II erneut ein Heimspiel. „Und den Schwung wollen wir unbedingt mitnehmen“, versichert Coach Daniel Baethcke. Hintergrund der Spielverlegung in die Kreissporthalle Olpe ist ein Wasserschaden in der Halle in Wulfen.

„Die BSV Münsterland Baskets haben wegen eines Tauschs des Heimrechts angefragt“, so Daniel Baethcke, Trainer der BlackFlyz, „und wir haben natürlich zugesagt.“ Die Partie beginnt nicht wie gewohnt, sondern erst um 20.30 Uhr.

Nach dem mit 80:85 unglücklichen Auftakt gegen Spitzenreiter TuS 59 HammStars, der nach drei Spieltagen allein noch ungeschlagenen Mannschaft, folgt nun gegen den Tabellen-Sechsten Wulfen eine durchaus richtungsweisende Begegnung. Ärgerlich für die Jungs des Trainer-Duos Daniel Baethcke und Daniel Klein war am zweiten Spieltag vor allem das unnötige 72:79 bei den LippeBaskets Werne. „Heute hätten wir gewinnen müssen“, monierte damals Baethcke, „Werne war nicht gut, wir aber leider schlechter.“

Der Heimrechttausch hat einen schönen Nebeneffekt, denn nicht nur die Basketballer spielen am Samstag in der Kreissporthalle, sondern vorher auch die Verbandsliga-Handballer des TV Olpe. Sie empfangen um 18.30 Uhr die DJK Bösperde.

Somit haben die Ballsportfans in der Kreisstadt an diesem Abend die Möglichkeit, die beiden Aushängeschilder des TVO hintereinander zu sehen. Eine einmalige Gelegenheit, die sich durch den Tausch nun bietet. Gute Unterhaltung ist auf der bisher immer gut gefüllten Tribüne garantiert. lup


Westfalenpost, 01.10.2025

Black Flyz verlieren auch ihr zweites Spiel

1. Basketball-Regionalliga: 72:79 bei den LippeBaskets Werne

Werne/Olpe Die Black Flyz, die BG Olpe/Siegen, hat auch ihr zweites Saisonspiel in der 1. Basketball-Regionalliga verloren. Bei den LippeBaskets Werne musste sich das Team mit 72:79 geschlagen geben. Trotz starker Vorstellung von Leistungsträger Jeremiah Sparks reichte es nicht. Das Spiel begann ausgeglichen. Mitte des ersten Viertels erarbeiteten sich die Black Flyz sogar eine kleine Führung. Doch zu einfache Eins-gegen-Eins-Situationen in der Verteidigung erlaubten Werne leichte Punkte, sodass der Abschnitt mit 22:26 verloren ging.

Im zweiten Viertel tat sich die Offensive der Flyz gegen die Zonenverteidigung der Hausherren schwer, nur 11 Punkte gelangen in diesen zehn Minuten. Zur Halbzeit lag das Team bereits zweistellig zurück. Nach der Pause kam die kurzfristige Wende: Mit einer aggressiven Ganzfeld-Mann-Deckung stellte man die Gastgeber vor große Probleme. Das dritte Viertel ging mit 23:13 an die Black Flyz, die sich so zurück ins Spiel kämpften.

Das letzte Viertel war ein echter Krimi. Bis in die Schlussminute war alles offen, ehe die Baskets ihre ganze Eingespieltheit und Aggressivität ausspielten und die Partie mit 79:72 nach Hause brachten. „Uns hat das Teamplay hinten wie vorne gefehlt. Wir haben nur geworfen, haben den Korb zu selten angegriffen. Man sieht, dass wir mit drei Neuzugängen noch Zeit brauchen, um uns einzuspielen. Werne war heute einfach das bessere Team und wollte den Sieg mehr“, so das Fazit von Daniel Baethcke. Herausragend aufseiten der Gäste war erneut Jeremiah Sparks, der mit 29 Punkten, 11 Rebounds, 5 Assists und 8 Steals glänzte und fast im Alleingang für Gefahr sorgte. Dennoch blieb es beim zweiten Saisonspiel ohne Sieg. Nun wollen die Black Flyz am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen Münster 2 die ersten Punkte einfahren.


Westfalenpost, 01.10.2025

Kreuzbergstadion Olpe zeigt sein schönstes Gesicht

800 Leichtathleten und ebenso viele Zuschauer sehen Westfälisches Nachwuchs-Teamfinale. Olper bekommen viel Lob für die Organisation

Olpe So hat man das Kreuzbergstadion in Olpe selten gesehen. So bunt, so voller Menschen, so voller Leben. 800 junge Athletinnen und Athleten sowie eine unwesentlich kleinere Zahl an Zuschauern erlebten das Westfälische Teamfinale der Nachwuchs-Leichtathleten. Die Fans fieberten mit, feuerten „ihre“ Favoriten an, klatschend und gegen die Werbebanden trommelnd. Ein ohrenbetäubender Lärm, da kamen die Lautsprecher-Durchsagen kaum noch durch. Für die Kleinen vor allem ein tolles Erlebnis.

„Das ist mit Abstand das Größte“, freute sich Karl-Heinz Besting, Chef der Olper Leichtathletik. Und dieser Superlativ will etwas heißen angesichts dessen, was der „alte Hase“ Besting schon alles erlebt, organisiert und verantwortlich geleitet hat. Kreismeisterschaften mobilisieren um die 200 Aktive, diesmal waren es 800, am Samstag schon um die 500.“ Das Wetter passte ebenfalls. Besting: „Wir haben die ganze Woche gezittert. Der Norden war sonnig, der Süden regnerisch. Wir lagen genau in der Mitte und wir dachten jeden Tag: Wohin verschiebt sich das?“

Das Schwierigste sei gewesen, Helfer zu gewinnen, in erster Linie Kampfrichter. 80 wurden benötigt und kamen. Es waren noch mal so viele Helfer da, um die Athleten und Zuschauer zu versorgen. Was gut angenommen wurde. Sehr gut. Wie viele Würste, Fritten oder Kuchen über die Theken gingen, war auch zwei Tage drauf noch nicht ermittelt. Besting: „Das war auch für uns Neuland. Die endgültige Zahl haben wir noch nicht.“ Fakt ist: Gut eingekauft hatten die Gastgeber, mussten aber noch zwei Mal nachkaufen. Schon am Samstagnachmittag und dann am Sonntag noch Kaffee an der Tankstelle.

Gründlich war die Abnehme der Wettkampfstätten durch die Kampfrichter. So mussten noch zwei Ständer für die Hochsprunganlage besorgt werden, weil die alten nicht mehr zu gebrauchen waren. Ein Stahl-Bandmaß für den Speerwurf, 100 Meter lang, kostete 265 Euro. Die Messung übernahm dann doch stattdessen ein Theodolit.

Ein Novum war, dass die Siegerehrungen von der Kinder-Tanzgruppe des TV Olpe aufgelockert wurden. Besting: „Da standen tausend Leute drumherum. Die Tribüne war voll, der Rasen, die Laufbahn. Das war Gänsehaut. Man merkte, dass die Olper Leichtathletik das alles mit viel Herzblut organisiert hat, bemerkte auch die Stadionsprecherin.“

Die Platzierungen der Olper Teams: Weiblich U12 Rang drei, Weibliche U14 Rang fünf, Weibliche U16 Rang drei. Dabei konnten die Olper Teams U12 und U16 ihre in den Qualifikationswettkämpfen errungene Gesamtpunktzahl noch steigern und beweisen, dass der Nachwuchs in Olpe qualitätsmäßig für die Zukunft gut aufgestellt ist. Der Mehrkampf bestand aus 50 Meter, Weitsprung, Hochsprung, Ballwurf, 800 Meter, 4x50 Meter-Staffel. Jeder Teilnehmer darf drei Disziplinen wählen oder zwei Disziplinen plus Staffel.

Bürgermeister Peter Weber und sein Nachfolger Tobias Schulte erschienen im Kreuzbergstadion und nahmen die Siegerehrung vor. Peter Weber lobte die gelungene Organisation der Meisterschaften und die über die Jahre gewachsene Bedeutung der Leichtathletik für die Stadt Olpe. Ein gleiches Kompliment wurde den Machern seitens des FLVW zuteil. Besting: „Wir wurden vom Verband, auch über Mikro, sehr gelobt.“LL


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