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November 2025
Westfalenpost, 29.01.2025
TV Olpe beklagt Hallenproblem vor Derby
Olpe Ungünstige Voraussetzungen für die Verbandsliga-Handballer TV Olpe vor dem Südwestfalenderby beim RSVE Siegen (Samstag, 19 Uhr): Die Mannschaft von TVO-Trainer Frieder Krause hatte kaum Gelegenheit, sich auf das Spiel vorzubereiten. Grund waren Doppelbelegungen in der Halle - dort trainierte eine Mannschaft der SpVg Olpe. Für die Kreisstädter wird das Duell zu einer echten Herkulesaufgabe. Die Gastgeber, die vom ehemaligen Attendoner Trainer Christoph Heimes betreut werden, strotzen vor Selbstvertrauen – kein Wunder, nachdem sie den Lokalrivalen VTV Freier Grund mit 34:22 (18:8) deklassiert haben. „Das spielt keine Rolle, denn hier werden die Karten neu gemischt“, betont Ben Fuhrmann, sportlicher Leiter des TV Olpe.
Offen bleibt die Hallenproblematik in Olpe - trotz der Wiedereröffnung der ehemaligen Realschulhalle am Seeweg.
Westfalenpost, 26.01.2025
BG Olpe/Siegen bezwingt Haspe
Die Regionalliga-Basketballer befinden sich auf Erfolgskurs - auch im Pokal sind sie weiter.
Hagen Die Black Flyz haben am elften Spieltag der 1. Regionalliga ein Ausrufezeichen gesetzt und ihren ersten Auswärtserfolg der Saison eingefahren. Beim SV Haspe 70 gewann das Team von Coach Daniel Klein hochverdient mit 91:73 – trotz eines schwachen Starts und einem frühen Rückstand. Die Partie begann ausgeglichen , dann jedoch zog Haspe davon und gewann das erste Viertel mit 28:15. Doch dann kam der große Umschwung. Die Black Flyz steigerten sich von Minute zu Minute, gewannen das zweite Viertel deutlich (28:14) und gingen mit neuer Energie in die zweite Hälfte.
Ab der Halbzeitpause spielte sich das Team in einen regelrechten Flow: 21:13 im dritten und 27:18 im letzten Viertel – ein dominanter Auftritt, der Haspel keine Chance mehr ließ.
Angeführt wurden die Black Flyz von einem herausragenden Jeremiah Sparks, der mit 38 Punkten nicht nur Topscorer des Spiels war, sondern über weite Strecken das Offensivspiel dominierte.
Auch Eimantas Spudulis (24 Punkte, 5/6 Freiwürfe/12 Rebounds) und Cemal Birinci überzeugten mit starken Leistungen.
Youngster Cemal Birinci steuerte wichtige Minuten und erzielte 3 Punkte und 4 Rebounds von der Bank.
Tabellensituation & Ausblick
Mit nun vier Siegen und sieben Niederlagen stehen die Black Flyz auf Platz 12 der Tabelle. Am kommenden Samstag wartet jedoch ein echter Härtetest: das Heimspiel gegen Topteam BBG Herford. Nach dem starken Auswärtsauftritt hofft man, die nächsten Punkte in der heimischen Halle nachzulegen. Jumpball ist um 18.30 Uhr.
Auch im WBV-Pokal setzten sich die Black Flyz durch und zogen mit einem 87:81-Sieg ins Achtelfinale ein. Trotz nur sechs verfügbarer Spieler gewann man verdient beim Zweitregionalligisten Soest.
Ein großes Dankeschön geht an die Gastgeber: Aufgrund von Schneechaos und Stau auf der A45 verzögerte sich die Anreise erheblich – Soest zeigte große Sportlichkeit und Geduld.
Ein vorbildliches Verhalten, das ausdrücklich gelobt werden muss.
Westfalenpost, 26.11.2025
Unruhe in der Olper Leichtathletik: Dieter Rotter muss gehen
Nach unterschiedlichen Auffassungen muss der Erfolgstrainer den Skiklub Olpe verlassen.
Olpe Paukenschlag beim Skiklub Olpe. Nach Unruhen hat der Vereinsvorstand nun die Konsequenzen gezogen und sich von einem erfolgreichen Trainer getrennt. Unterschiedliche Auffassungen waren ausschlaggebend.
Die Erfolge der Olper Athletin nen und Athleten in den vergangenen Jahren waren eng mit einem Namen verbunden: Dieter Rotter. Der Trainer war 16 Jahre für den Nachwuchs am Kreuzberg verantwortlich. Bis es nun offensichtlich zum Zerwürfnis kam. „Es gab unterschiedliche Auffassungen über die Trainingsmethodik“, erklärte Karl-Heinz Besting, Vorsitzender des Skiklub Olpe. Konkret soll es zu Spannungen zwischen Dieter Rotter und Michael Kluge, dem zweiten Trainer der Leistungsgruppen gekommen sein. „Das hat sich in den vergangenen beiden Jahren im Hintergrund entwickelt. Nun mussten wir die Konsequenzen ziehen“, erklärt Besting. „Diese Entwicklung war absehbar. Ich hätte schon selbst früher die Reißleine ziehen müssen“, sagt Dieter Rotter zu der Trennung.
In den Leistungsgruppen gab es unterschiedliche Ansätze der beiden Trainer, die nicht miteinander harmonierten. „Es gab da seit langer Zeit unterschiedliche Auffassungen, bei denen ich mich nicht mehr durchsetzen konnte“, erklärt Rotter.
Dabei soll es um die Schwerpunkte in der Trainingsarbeit und auch um das Thema Krafttraining gegangen sein. Als dann noch zwei verschiedene Trainingslager geplant wurden, war das Maß voll. „Es tut mir persönlich äußerst leid, weil mich mit Dieter Rotter immer eine sehr enge Freundschaft verband. Ich habe ihn damals aus Lüdenscheid nach Olpe geholt und er hat hier alles vorgefunden, was er brauchte“, betonte Besting, dass ihm der Schritt nicht leicht gefallen war. „Wir haben nun kein persönliches Verhältnis mehr, das ist vorbei. Aber ich will nicht nachtreten. Karl-Heinz Besting ist der Vorsitzende und er hat im Sinne des Vereins gehandelt. Darüber bin ich ihm nicht böse“, gibt sich Rotter verständnisvoll.
Die Erfolge, die Rotter in der Kreisstadt gefeiert hat, sind enorm. Zwei Deutsche Meisterschaften feierte er 2016 und 2020 mit den U20-Staffeln, hinzu kamen weitere Silbermedaillen. „Wir hatten auch vorher schon viele Athleten, aber uns fehlte die Expertise. Die ist mit Dieter Rotter gekommen und hat uns enorm weitergeholfen“, weiß Besting um die Verdienste Rotters, der in Olpe heimisch wurde und nach wie vor dort wohnt.
Durch Rotters Wirken wurde der Standort Olpe auch für Talente von Außerhalb interessanter. „Wir haben ja Athleten, die kommen aus Waldbröl, Wipperfürth oder Halver zu uns, weil wir so eine gute Adresse sind“, sagt Besting.
Dass sich nach der Trennung von Dieter Rotter nun auch die erfolgreichen Sportlerinnen wieder umorientieren könnten, damit rechnen die Olper nicht. „Wir hatten am Montagabend unseren Trainingsauftakt, da waren alle da. Dort haben wir auch Einzelgespräche geführt und gesagt, falls nach der Trennung jemand das Startrecht abgeben und für einen anderen Verein antreten möchte, werden wir keine Steine in den Weg legen“, erklärt Besting. Bis Freitag haben die Sportler noch die Möglichkeit, ihren Wechselwunsch beim Verband zu beantragen.
Einbußen in der Trainingsqualität befürchtet Karl-Heinz Besting nicht. „Wir werden die beiden Leistungsgruppen nun zusammenlegen und haben mit Michael Kluge und drei weiteren Trainern weiterhin sehr gute Voraussetzungen“, versichert der Olper.
Wie es für Dieter Rotter weitergeht, ist noch offen. „Ich bin ja noch Landestrainer beim FLVW und werde das auch weitermachen. Dafür bin ich alle zwei Wochen in Kaiserau oder Dortmund. Anfragen hat es schon einige gegeben, auch von großen Vereinen. Aber ich lebe in Olpe und da muss man schon sehen, was vom Aufwand her machbar ist“, blickt Rotter nach vorne.
Ein wenig enttäuscht ist der Trainer darüber, dass er nach seiner Demission von seinen Athletinnen und Athleten noch keine Rückmeldungen bekommen hat. „Es gab null Reaktionen, was ich sehr schade finde. Aber es ist nunmal so und ich muss das akzeptieren“, sagt Rotter abschließend.
Westfalenpost, 21.11.2025
Hoffnungsträger trotz Diabetes: Leon Schneider ist unverzichtbar
Handballer Leon Schneider ist entscheidender Spieler beim TV Olpe – doch seine beeindruckendste Stärke zeigt sich abseits des Spielfelds.
Olpe Wenn Leon Schneider über Handball spricht, leuchten seine Augen. Doch wer ihm aufmerksam zuhört, merkt schnell: Seine größte Stärke ist nicht nur sein Wurfarm oder sein Blick für die Lücke. Es ist sein unerschütterlicher Wille, der ihn dorthin geführt hat, wo er heute steht – mitten im Herzen des Spiels beim TV Olpe.
Der Handball-Verbandsligist befindet sich im Umbruch: Neben erfahrenen Kräften setzt der TVO auf junge, unverbrauchte Spieler. In dieses Konzept passt kaum einer so gut wie Leon Schneider . Der Rückraum-Mitte-Spieler gilt als Hoffnungsträger – talentiert, klug im Spielaufbau und ausgestattet mit einem großen Handballherz. Von ihm erwartet das Team intelligente Lösungen, Verantwortung in entscheidenden Momenten und eine konstante Präsenz auf dem Feld. Schneider verkörpert Einsatz, Kampf und Willen wie nur wenige.
Doch seine wohl beeindruckendste Stärke zeigt er abseits des Parketts. Denn Leon Schneider hat gelernt, mit einer Herausforderung zu leben, die seinen Alltag seit Jugendtagen bestimmt: Diabetes Typ 1. Mit gerade einmal elf Jahren bemerkte er die ersten Symptome. „Ich habe plötzlich stark an Gewicht verloren, ständig Durst gehabt und meine Blutzuckerwerte lagen bei 500 bis 600 – mehr als dramatisch“, erinnert er sich. Nach der Diagnose wurde er in der DRK-Kinderklinik Siegen eingestellt. „Das hieß tägliches Wiegen, Ernährungsumstellung, mehrmals täglich Blutzuckermessen und bis zu fünf Insulininjektionen am Tag.“
Vor rund zehn Jahren bekam er seine erste Insulinpumpe. Begleitet wurde er von der Praxis eines Diabologen – und vor allem von seiner Mutter, die ebenfalls an Diabetes Typ 1 erkrankt ist. „Sie war mein größter Lehrmeister.“ Heute blickt Schneider positiv auf sein Krankheitsbild: „Mit zunehmendem Alter ist die Gefahr der Über- oder Unterzuckerung deutlich gesunken. Meine Mitspieler sind gut informiert, das macht vieles einfacher.“
Sportlich hat Leon Schneider seinen Weg konsequent weiterverfolgt. Vor vier Jahren wechselte er aus der Nachwuchsabteilung des TuS Ferndorf zum TV Olpe – auch dank der engen Freundschaft zu Ben Fuhrmann, mit dem er in Siegen in einer WG lebte. „Leon ist einer meiner besten Freunde. Ich habe ihm den Wechsel nach Olpe schmackhaft machen können“, erzählt Fuhrmann. „Er hat erst in der zweiten Mannschaft mittrainiert und half beim ersten Aufstieg in die Verbandsliga. Von da an hat sich alles entwickelt.“
Nach dem Rückzug von Jos Wulfestieg und Spielertrainer Frieder Krause, der nun ausschließlich an der Seitenlinie Verantwortung trägt, übernahm Schneider gemeinsam mit Lennart Schipper die zentrale Rolle im Rückraum. Und diese füllt er eindrucksvoll aus. In der vergangenen Saison war er der Mann für die nervenstarken Momente – besonders eindrucksvoll in den beiden Duellen mit dem späteren Aufsteiger HSG Herdecke/Ende, als er insgesamt 16 Siebenmeter sicher verwandelte. Die Partie in der Herdecker Bleichweise vor 900 Zuschauern bleibt vielen in Erinnerung.
Seit zwei Jahren trägt er das Olper Trikot und prägt als Spielmacher das Geschehen. „Meine Aufgabe ist es, das Spiel zu lenken, Situationen zu erfassen und kreativ zu gestalten“, beschreibt der 26-Jährige seine Rolle. Trainer Frieder Krause lobt ihn in höchsten Tönen: „Leon hat in den vergangenen Spielzeiten eine großartige Entwicklung genommen. Es gibt kaum einen besseren Spieler vom Punkt, und er setzt seine Mitspieler immer besser in Szene. Kurz gesagt: Er ist ein intelligenter Handballer.“ Darüber hinaus passe er sportlich wie menschlich perfekt in die Mannschaft.
Dabei ist Leon Schneider kein Lautsprecher. Er ist ruhig, bescheiden, einer der sich selbst nicht in den Mittelpunkt stellt – außer dann, wenn sein Team ihn braucht.
Westfalenpost, 19.11.2025
Wieder verliert die BG Olpe/Siegen knapp
Basketball-Regionalligist geht personell am Stock
Olpe Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison: „Wir können immer mithalten, aber jetzt zum siebten Mal ist es so, dass wir knapp verlieren“, bedauerte Daniel Baethcke, Trainer der BG Olpe/Siegen. Der Neuling verlor sein Spiel der 1. Regionalliga gegen Bayer Leverkusen 2 in eigener Halle mit 83:90. Die Gäste kamen mit einer jungen Mannschaft, die setzte die heimische BG 40 Minuten unter Druck. Baethcke: „Man muss im Endeffekt auch sagen, dass Leverkusen verdient gewonnen hat.“
Die Rheinländer lagen ständig in Führung, Olpe/Siegen aber kämpfte sich zwar immer wieder heran, ging mit minus vier Punkten in die Halbzeit, zum letzten Viertel hin stand es dann plus eins. „Aber leider, wie so oft, geht uns vielleicht auch die Puste aus“, mutmaßte der Coach. Was auch daran liegen könnte, dass die Olper/Siegener nicht mehr ein solch breites Team haben wie im vergangenen Jahr, „da fehlen uns einfach zwei, drei große Leute, und das merkt man.“ Zudem gehe man zurzeit „am Stock“, Damian Kosun hat sich zu allem Überfluss noch im Spiel verletzt. Hüseyin Souleiman fällt auch schon seit ein paar Wochen aus, und Leistungsträger Philipp Becker schon vor der Saison. „Das ist schwer zu kompensieren, das muss man einfach sagen.“
Leverkusen war an jenem Abend überragend, hatte eine Dreierquote von 44 Prozent. Daniel Baethcke beschönigt nichts: „Wir stehen im Abstiegskampf, nur noch einen Sieg vor den Abstiegsplätzen. Und das wird sich auch wahrscheinlich nicht mehr ändern in dieser Saison. Damit müssen wir leben.“
Am Wochenende müssen die Olper/Siegener zwei Mal ran. Am Freitag geht es zu den starken Haspern nach Hagen, der Kooperations-Verein des Zweitligisten Phoenix Hagen. Und am Sonntag steht das Pokalspiel gegen den Zweit-Regionalligisten Soest an.
Statistik: Jeremiah Sparks (35), Jacob Mampuya (12), Marcel Weiß (11), Elmantas Spudulis (9), Alexander Gertzen (7), Tresor Nsiabandoki (7), Oleksandr Budiuk (2), Cemal Birinci, Waldemar Gomer, Damir Kasun.
Westfalenpost, 17.11.2025
TV Olpe: Lennart Schipper verletzt sich schwer
Handball-Verbandsliga: ASC Dortmund eine Nummer zu groß für Krause-Team
Olpe Die Hürde war einfach zu hoch: Der Tabellenfünfte ASC Dortmund ließ beim TV Olpe nichts anbrennen und siegte in der Handball-Verbandsliga am Ende verdient mit 31:26 (15:12). Wie schon in den vergangenen Spielen hatten die Hausherren mit massiven personellen Engpässen zu kämpfen – die Vorzeichen waren alles andere als gut. Dieses Problem zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison. Zu allem Überfluss musste Olpes Trainer Frieder Krause gegen den Favoriten aus dem Dortmunder Norden auch noch auf Kreisläufer Marc Weigelt verzichten.
Nüchtern betrachtet war es aufgrund der individuellen Klasse eine klare Angelegenheit für den ASC Dortmund. Der kleine Kader der TVO-Sieben konnte dem Favoriten auf Dauer nichts entgegensetzen. Nach dieser Niederlage treten die Kreisstädter im Kampf um den Klassenerhalt weiter auf der Stelle.
Überschattet wurde die Begegnung durch eine schwere Verletzung von Lennart Schipper, der sich ohne gegnerische Einwirkung eine vermutlich schwere Sprunggelenksverletzung zuzog. „Eine einzige Katastrophe – unter diesen Umständen ist das heutige Ergebnis absolute Nebensache“, sagte Olpes Trainer Frieder Krause. Und weiter: „Gerade gegen diese Dortmunder Mannschaft, die mit voller Kapelle aufgelaufen ist, hätten wir nur mit einem kompletten Kader eine Chance gehabt.“
Der TV Olpe leistete sich im Spielaufbau und Passspiel zunehmend Fehler. Im Angriff tat sich Olpe schwer, suchte zu oft den Weg durch die Mitte, während beide Außenpositionen zu selten einbezogen wurden. Hinzu kamen fünf Aluminiumtreffer. Ein weiterer Knackpunkt: Die Hausherren kamen mit dem schnellen Umschaltspiel des ASC Dortmund sowie der offensiven, zupackenden Spielweise nicht zurecht.
Selbst aus einer zweifachen Überzahl des TVO beim Stand von 10:11 konnte die Mannschaft kein Kapital schlagen, um wieder in Führung zu gehen. Im Gegenteil: Der ASC nutzte technische Fehler und unnötige Ballverluste der Olper, um bis zur Pause auf 14:10 davonzuziehen – eine Vorentscheidung. Anschließend spulten die Gäste ihr Programm routiniert herunter. Mit Leon Nemet und David Fischer (je 5 Tore) sowie Lauritz Wefing (8) stellten sie die besten Werfer des Abends.
TV Olpe: Rogalla; Khemaies, Rohrmann (1), Thiem (3), Samuel Krawitz (5), Heinrich, Schipper (2), Domnick (5), Ohm (7), Schneider (3).
Westfalenpost, 12.11.2025
Start der BG Olpe/Siegen hält nicht, was er verspricht
1. Basketball-Regionalliga: Niederlage in Ibbenbüren - und wieder ist es knapp. Jacob Mampuya erzielt sensationelle 20 Punkte im ersten Viertel
Ibbenbüren/Olpe Knapp ging es aus zu Ungunsten der BG Olpe/Siegen in der 1. Basketball-Regionalliga. Mit einer 77:83-Niederlage kehrte die Mannschaft von den Börgel Ballers Ibbenbüren zurück. Dabei ist das Team von Daniel Baethcke gut gestartet, lag nach dem ersten Viertel mit 26:21 in Führung. Das war vor allem dem Neuzugang Jacob Mampuya zu verdanken, der zur Halbzeit sensationelle 20 Punkte auf seinem Konto hatte und gar nicht zu stoppen war.
Dann aber kam Ibbenbüren immer besser ins Spiel, führte zur Halbzeit auch mit 43:40, „Im dritten Viertel haben wir dann leider komplett das Teamplay vermissen lassen“, blickte Daniel Baethcke zurück auf Einzelaktionen, „mit denen gewinnt man nicht in der 1. Regionalliga.“ Zwischendurch lagen die Olpe/Siegener mit 18 hinten, kämpften sich aber wieder auf vier Punkte heran und hatten in der letzten Minute sogar noch die Chance auf einen Dreier. Baethcke: „Damit wären wir auf einen dran gewesen, aber er sollte nicht reingehen. So ist es halt. Wir verlieren leider das sechste Spiel.“ Den stehen drei Siege gegenüber.
Nach bisherigem Saisonverlauf stellt sich immer mehr heraus, dass es eine ausgeglichene Liga ist. Im Tabellenkeller gewann Werne, sodass die BG Olpe/Siegen nur noch einen Sieg vor den Nichtabstiegsplätzen entfernt ist. Nichtabstieg ist für den Aufsteiger auch letztlich das Ziel. „Man merkt, dass wir derzeit etwas auf dem Zahnfleisch gehen, haben viele Verletzte, darunter auch unser Langzeit-Verletzter Philipp Becker.“ In Ibbenbüren waren die Sauerländer nur zu siebt, das ist einfach zu schwer zu kompensieren. „Im Endeffekt fehlt dann vielleicht auch ein bisschen Qualität.“
Aber Aufgeben gilt nicht für das Baethcke-Team. Am Samstag kommt schon das nächste wichtige Spiel, dann kommt Bayer Leverkusen II mit 4-4-Bilanz nach Olpe. Daniel Baethcke: „Das ist wirklich ein Spiel, in dem wir alles geben müssen, um zu gewinnen.“
BG: Jeremiah Sparks (14), Marcel Weiß (6), Alexander Gerzen (14), Jacob Mampuya (23), Eimantas Spudulis (12), Damir Kasun (6), Daniel Baethcke, Oleksandr Budiuk (2).
Westfalenpost, 11.11.2025
Dieser Sieg war wichtig für Handball-Verbandsligist TV Olpe
Große Anspannung herrscht vor dem richtungsweisenden Spiel. Das 34:28 gegen Unna-Massen sorgt für Erleichterung
Olpe Massive Anspannung herrschte beim TV Olpe vor diesem richtungsweisenden Spiel. Doch die löste sich alsbald: Die Verbandsliga-Handballer des TVO meldeten sich mit einem eindrucksvollen und verdienten 34:28-Heimsieg gegen den Tabellennachbarn HSG Unna-Massen eindrucksvoll zurück.
Die Gäste aus dem Kreis Hellweg hatten sich von der Partie beim TV Olpe sicher Besseres versprochen als eine deutliche Sechs-Tore-Niederlage. Stattdessen fielen sie vor allem durch eine überharte und teils rustikale Spielweise auf. Am hohen Olper Heimsieg gibt es jedoch keine zwei Meinungen – die Gastgeber waren das klar bessere Team.
Von Beginn an sahen die Zuschauer eine spektakuläre Begegnung. Gleich viermal zückten die Schiedsrichter Christopher Koal und Nico Westphal von DJK Westfalia Hörde die rote Karte und hielten dabei konsequent ihre Linie durch. Betroffen waren auf Olper Seite Leon Schneider in der 28. Minute wegen groben Foulspiels und Johannes Krause in der Schlussminute. Auf Seiten der Gäste mussten Michael Hampe (21.) und Trainer Sebastian Soboda vorzeitig vom Feld.
Die Kreisstädter machten von Anfang an deutlich, wer Herr auf dem Parkett war. Eine schnelle 3:0-Führung durch Samuel Krawitz, Leon Schneider und Henrik Ohm zeigte früh, wohin die Reise gehen sollte. Erneut war es Samuel Krawitz, der mit insgesamt acht Treffern bester Werfer der TVO-Sieben wurde. Mit einem Doppelschlag zum 7:3 und 8:3 stellte er die Weichen früh auf Sieg.Ein weiterer Eckpfeiler des Erfolgs war die starke Olper Defensive mit dem sicheren Torhüter Carlo Rogalla. Nur kurz vor dem Seitenwechsel kam es zu einer kleinen Schwächephase, in der unnötige Ballverluste und technische Fehler eine höhere Halbzeitführung verhinderten. So ging es „nur“ mit 19:13 in die Pause.
Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs schlichen sich einige Unsicherheiten ein. Eine Auszeit von Trainer Frieder Krause in der 38. Minute brachte die nötige Ruhe zurück. Klare Ansagen führten zu einem kontrollierten Aufbauspiel mit guten Entscheidungen und konsequenten Abschlüssen. In der Schlussphase spielten die Olper den Sieg souverän nach Hause.
„Wir haben einen auch in der Höhe verdienten Heimsieg eingefahren und das Spiel von Beginn an unter Kontrolle gehabt“, fasste Trainer Frieder Krause das Geschehen zusammen. „Durch diesen Erfolg kehrt etwas mehr Entspannung ein. Ich hoffe, dass wir den Rückenwind ins zweite Heimspiel in Folge gegen den ASC Dortmund mitnehmen können.“mewa
Westfalenpost, 04.11.2025
Henrik Ohm erzielt 6 Tore für den TV Olpe, für den es am Ende nicht zu einem Punktgewinn reicht. mewa / Archiv
Handballer äußern Unmut über auseinandergezogenen Spielplan
Olpe Die Verbandsliga-Handballer des TV Olpe unterlagen nach der erneuten Spielpause bei der zweiten Mannschaft des TuS 09 Volmetal am Ende deutlich mit 26:34 (15:16). Trotz eines reduzierten Kaders kamen die Kreisstädter für einen doppelten Punktgewinn nicht infrage. Trainer Frieder Krause musste in der Schlussphase sowohl Leon Schneider als auch den zweiten Mittelmann, Lennart Schipper, nach einem rustikalen Einsatz des Volmetalers Jannik Brockhaus ersetzen.
Die Hausherren lagen während der gesamten Spielzeit in Führung. Nur kurz nach dem Seitenwechsel konnte die TVO-Sieben durch Lennart Schipper (31.) zum 16:16 ausgleichen. Anstatt dranzubleiben, leistete sich der TV Olpe drei technische Fehler, und die zweite Welle des TuS Volmetal zog durch Yannik Brockhaus (32.) auf 19:16 davon – das war praktisch die Vorentscheidung.
„Wir haben überhaupt keinen Zugriff auf dieses Spiel bekommen. Außerdem hat unser Torhüter Carlo Rogalla so gut wie keinen Ball an die Hand bekommen“, berichtete Ben Fuhrmann. „Bei 34 Gegentoren hat es jedes Mal geklingelt, wenn der TuS einen Angriff gefahren hat. Wir hatten keine Optionen.“
Mit zunehmender Spieldauer schwanden die Kräfte – ein Beispiel dafür sind die letzten drei Minuten, in denen der TVO keinen Treffer mehr erzielte. Mögliche Ursachen – und mögliche Konsequenzen – für die kommenden Begegnungen: Die Olper, wie viele andere Mannschaften auch, mussten unter der komplizierten und teilweise unverständlichen Terminplanung leiden. Fuhrmann: „Ein Grund hierfür könnten auch der Schiedsrichtermangel sein. Deshalb das Auseinanderziehen des Spielplans sowie die Berücksichtigung der Schulferien und der Spiele der Handball-Nationalmannschaft. Aufgrund dieser Umstände kann ein kontinuierliches Training nicht stattfinden.“ Durch diese Unterbrechungen seien das Einstudieren taktischer Abläufe und die Arbeit in Kleingruppen kaum möglich.
Fuhrmann führt aus: „Was unsere Mannschaft betrifft, hätten wir den Rückenwind aus dem Heimsieg gegen Bösperde gerne mitgenommen.“
Ein weiterer Punkt ist der knappe Kader der ersten Mannschaft. Hier gilt normalerweise, dass alle Kräfte gebündelt werden müssen. Das bedeutet: Die Spieler der Reservemannschaft des TV Olpe sind in dieser schwierigen Lage zwingend gefordert, als helfende Handballer bei Heim- und Auswärtsspielen parat zu stehen.
TV Olpe: Rogalla; Rohrmann (1), Weigelt (4), Thiem (5), Samuel Krawitz (4), Heinrich (1), Schipper (4), Domnick (2), Ohm (6)
