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Mai 2025

Westfalenpost, 22.05.2025

Startgemeinschaft Olpe/Lennestadt ist die drittbeste in Deutschland

Leichtathletinnen Lea Wiethoff und Annica Deblitz gelingt Leistungs-Explosion bei Sprint-Meeting in Siegburg

Siegburg Es war eine reine Leistungsexplosion, die die beiden Sprinterinnen aus dem Kreis Olpe hinlegten. Und die 11,84 Sekunden von Lea Wiethoff über 100 Meter in Siegburg wären sogar ein neuer Kreisrekord, doch sie trug das „falsche“ Trikot. Nach ihrem studienbedingten Wechsel zum TSV Bayer Leverkusen hat die ehemalige Athletin aus Attendorn zum ersten Mal regulär die Schallmauer von 12 Sekunden unterboten – zweifellos ein Meilenstein. Und so ganz nebenbei gewann sie zwei Wochen DM-Silber mit dem Bayer-Quartett bei den Deutschen Langstaffelmeisterschaften über 4x400 Meter.

So bleibt es mit 12,01 Sekunden beim offiziellen Kreisrekord von Lea Wiethoff. Ihr dicht auf den Fersen in der Liste der ewigen Kreisrekorde Helena Tröster und Hannah Bauermann mit 12,02 Sekunden. Und nun tauchte fast wie aus der Versenkung Annica Deblitz auf. Beim Meeting in Siegburg war sie im Finale, nach Bestzeit von 12,14 Sekunden im Vorlauf, direkt neben Lea Wiethoff und wurde letztlich in hervorragenden 12,08 Sekunden Dritte.

„Ich rechne damit, dass Annica die magischen 12 Sekunden noch unterbietet“, prognostiziert Trainer Michael Kluge. Ihre Antrittsgeschwindigkeit hat sich enorm verbessert – dank ihres Trainings als Anschieberin beim Bobfahren. „Ich lag bei etwa dreißig, vierzig Meter noch einen Meter vor Lea“, schildert die angehende Pflegefachfrau Deblitz die Situation nach dem Start, doch dann setzte sich das bessere Stehvermögen der Neu-Leverkusenerin durch.

Die Frauenstaffel der Startgemeinschaft Olpe/Fretter verbesserte sich auf 48,65 Sekunden, doch trotz der erkennbaren Aufwärtstendenz ist noch Luft nach oben bis zur DM-Norm. Die U20-Staffel landete dagegen einen echten Paukenschlag. In Bestbesetzung mit Maja Blagojevic, Hannah Bauermann, Maja Tröster und Neuzugang Hannah Carin Brieden hatte das Quartett mit 47,17 Sekunden die Norm für die U20-DM deutlich unterboten. In Westfalen liegt die Startgemeinschaft Olpe/Lennestadt ganz vorn und in der DLV-Bestenliste auf Rang drei hinter Leipzig und Leverkusen.

Darüber hinaus setzte sich Hannah Carin Brieden mit 12,28 Sekunden im Finale über 100 Meter knapp durch. Die Zeit ist gleichbedeutend mit der DM-Norm der U18, die bei 12,40 liegt. Eine gelungene Premiere über 300 Meter Hürden feierten die beiden W15-Athletinnen Johanna Uelner und Thea Köhler. Mit 50,62 bzw. 52,90 Sekunden liegen sie in Westfalen derzeit auf den Plätzen acht und elf. Mia Gross bestätigte mit 12,49 Sekunden ihre starke Vorstellung vom Hansemeeting und untermauerte ihre Top-Drei-Position im FLVW. Volkher Pullmann


Westfalenpost, 14.05.2025

Sprungbrett zu höheren Weihen

Leichtathletik: Hansemeeting in Attendorn stark gefragt. Ben Tröster hat DM und EM im Visier

Attendorn Es waren ja „nur“ die Kreismeisterschaften und das Hansemeeting – aber was für eine großartige Veranstaltung, die die Leichtathletik-Verantwortlichen in Attendorn zelebrierten. „Wir konnten den Zeitplan minutiös einhalten“, sagte Franz-Josef Quinke, Geschäftsführer des Ausrichters LC Attendorn. 215 Athletinnen und Athleten plus 65 Nachwuchskräfte tummelten sich bei Kaiserwetter im Hansastadion und dankten es dem Wettergott mit tollen Leistungen, die allerdings teilweise vom Winde verweht wurden. Bemerkenswert vor allem die hohe Zahl auswärtiger Vereine vom Ruhrgebiet bis weit ins Siegerland, die alljährlich den Saisonauftakt auf der Bahn nutzen.

Die Meisterschaften waren zum ersten Mal in das Hansemeeting integriert, doch im Mittelpunkt standen zunächst einmal die Jüngsten. Deren Bewegungstrieb musste unter der erfahrenen Leitung von Sabrina Kipke erst einmal in geordnete Bahnen gelenkt werden. Erfreulich, dass bei dieser Talentshow gleich vier Vereine neun Mannschaften aufbieten konnten: Gastgeber LC Attendorn und die Olper Leichtathletik (TV und SC Olpe) mit je drei Mannschaften sowie der SC Fretter mit zwei und die SG Wenden mit einem Team. „Die Begeisterung bei den Kindern war sensationell. Sabrina machte einen tollen Job“, so Franz-Josef Quinke.

Für einige hochleistungsorientierte Sportler war es die erste Standortbestimmung, und doch gab es erste DM-Normen sowie unzählige Bestleistungen. Vorzeigesprinter Ben Tröster von der TSG Lennestadt knackte fast erwartungsgemäß sowohl mit 10,83 Sekunden über 100 wie auch mit 22,31 Sekunden über 200 Meter die Normen für die U20-DM. Für den Schützling von Jochen Meyer sollte die U20-DM allerdings nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zu den Europameisterschaften in Tampere werden. Der TSG-Trainer zeigte sich insgesamt sehr zufrieden und ist überzeugt, dass auch Simon Schulte noch die Normen packt. Sehr beeindruckt war Meyer auch von Lena Hose (W10), die sowohl über 50 Meter wie auch im Weitsprung klar dominierte.

In Topform präsentierte sich Mia Gross (W14) vom SC Olpe. Sie pulverisierte ihre persönlichen Bestzeiten mit 13,07 Sekunden über 100 Meter wie auch mit 12,46 Sekunden über 80 Meter Hürden – in der DLV-Bestenliste nimmt sie derzeit Platz 6 ein, in Westfalen liegt sie auf Rang 2. Insgesamt konnte Trainer Dieter Rotter zahlreiche neue Bestleistungen für seine U16-Truppe verzeichnen. Die weibliche U16-Staffel hatte bereits eine Woche zuvor mit 51,18 Sekunden die DM-Norm geknackt – und doch ist die Zeit bei verbesserten Wechseln ausbaufähig. Es war ein guter Einstieg, so Dieter Rotter weiter, es war wichtig in den Wettkampfrhythmus zu kommen. Das galt auch die beiden „Majas“, nämlich Tröster und Blagojevic, die über 100 Meter bei starkem Gegenwind von -3,6 m/s ausgebremst wurden. „Aber ihre Zeiten waren ganz ansprechend“, relativierte U20-Trainer Michael Kluge.

Für die Frauenstaffel, seit vielen Jahren Stammgast bei den Deutschen Meisterschaften, wird es wohl eng für Dresden. Die B-Norm wurde mit 1,7 Sekunden (noch) verfehlt. Allerdings fehlte die routinierte Schlussläuferin Sophia Werthenbach. Zu dem Thema DM äußerte sich Bob-Anschieberin Annica Deblitz: „Der DLV hat die Norm noch erschwert, es wird knapp für uns. Vorrang haben für uns erstmal die Westfälischen Meisterschaften.“

Das sieht auch Trainer Michael Kluge: „Die Mädels stehen voll im Beruf oder Studium, sie haben sehr viel um die Ohren.“ In der Besetzung Annica Deblitz, Helena Tröster, Julia Springob und Lina Reiche waren sie das ideale Zugpferd für die U18 Staffel mit Hannah Carin Brieden sowie den drei U16-Mädels Alea Bremecker, Johanna Uelner und Thea Köhler. Das junge Quartett der StG Olpe/Lennestadt verpasste mit 49,91 Sekunden die DM-Norm um eine einzige Hundertstelsekunde, und das ohne Hannah Bauermann, die geschont wurde.

Für Joachim Sasse, den unermüdlichen Förderer der Leichtathletik im Frettertal, war die Leistung von Thilo Rettler (M15) über 800 Meter mit 2:30,76 Minuten sehr erfreulich: „Thilo wurde erst vor kurzem auf Diabetes eingestellt, hatte daher aus gesundheitlichen Gründen Trainingsrückstand. Das war für mich die schönste Überraschung.“ Sein jüngster Nachwuchs stand bei der Kinder-Leichtathletik als bestes U7/U8-Team ganz oben. „Das gab es für uns noch nie“, so Sasse. Volkher Pullmann


Westfalenpost, 14.05.2025

SFG Olpe und BG Olpe/Siegen: Aufstiege amtlich

Freude bei heimischen Volleyballerinnen und Basketballern

Olpe Was schon lange erhofft wurde, wurde jetzt definitiv wahr: Sowohl die Volleyballerinnen wie auch die Basketballer sind in höhere Sphären aufgestiegen. Die Meisterschaftsspiele der Basketball-Gemeinschaft vom TV Olpe und TV Jahn Siegen wie auch die erfolgreiche Relegation des VC SFG Olpe sind abgeschlossen. Doch bevor die diversen Abstiegsregelungen und Umstrukturierungen der diversen Ligen fertig waren, blieb alles zunächst noch ein kleines bisschen nebulös.
Liga auf zwölf Teams erweitert

Aber: Jetzt ist es amtlich. Der VC SFG Olpe ist wieder in der dritthöchsten Liga Deutschlands angekommen – zehn Jahre nach dem Abstieg. Bereits damals hieß es „Das gab’s nur einmal, das kommt nie wieder“. Doch auch nach dem zwischenzeitlichen Dasein in der Oberliga konnten nun Michael Jürgens und seine Damen jubilieren: „Dritte Liga, wir kommen“.

Aber diese 3. Liga wurde auch wieder neu aufgestellt und auf zwölf Mannschaften erweitert. Auch der Relegationsgegner SV Bad Laer wurde in diese Liga aufgenommen sowie der Dritte aus der Regionalliga West, der VV Humann Essen. In der neuen Staffel sind auch bekannte Namen wie PTSV Aachen, TV Gladbeck und Blau-Weiß Dingen. Die weiteste Fahrt führt nach Bremen zum TV Eiche Horn. Kein Unbekannter, denn Bremen war auch in der ersten Dritt-Liga-Zeit Kontrahent von SFG. Nun „Auf ein Neues“.
BG Olpe/Siege darf mitjubeln

Basketball. Erste Regionalliga. Vierthöchste deutsche Spielklasse. Und Daniel Baethcke, Trainer der BG Olpe/Siegen, teilt bei WhatsApp mit: „Gerade erreicht uns eine hammermäßige Nachricht: Die Hertener Löwen steigen in die ProB auf – und wir dürfen mitjubeln. Denn: als bester Tabellenzweiter der Zweitregionalligen in NRW erhalten wir das Aufstiegsrecht in die 1. Regionalliga. Die Freude ist riesig. Was für ein Moment für unseren Klub, unser Team und euch, unsere Fans. Genießt den Abend, stoßt auf uns an, feiert euch und das Team – denn: Die Black Flyz fliegen hoch. Jetzt heißt’s: Ready für eine aufregende Off-Season und eine noch heftigere neue Saison.“ lup


Westfalenpost, 14.05.2025

Kreis-Leichtathletik freut sich über 25 neue Kampfrichter

In Westfalen, gemessen an der Größe des Kreises, ein Top-Wert. Viele sind selbst noch in Wettkämpfen aktiv

Kreis Olpe Das ist schon eine Ansage: 25 neue Kampfrichter erfreuen die Leichtathletik des Kreises Olpe. Diese Zahl bestätigte Christoph Quinke, Kreis-Leichtathletik-Obmann. Verantwortlich für die Ausbildung zeichnete Alexander Kosina, selbst erfahrener Kampfrichter.

In Westfalen dürfte dieser Wert, gemessen an der Größe des Kreises, Spitze sein. Beachtlich ist diese Bilanz erst recht angesichts schwindender Bereitschaft, ein Ehrenamt auszuüben. Im Kreis Olpe selbst sind die Olper Leichtathleten führend. „Die haben ein riesiges Potenzial dort. Wir als Attendorn haben 430 Mitglieder und in Olpe sind es 1500 oder noch mehr“, sagte Franz Josef Quinke, Geschäftsführer des LC Attendorn. Ohne die Olper würde man diese Zahl nicht schaffen, das wisse man sehr wohl.

In einem Punkt unterscheidet sich, zumindest für Beobachter, das Schiedsrichteramt im Fußball oder Handball von dem in der Leichtathletik. Angepöbelt werden die Kampfrichter nicht. „Gerade, wenn es jüngere Kampfrichter sind, sind die ja noch selbst in den Wettkämpfen drin, die wissen genau, was sie da machen“, antwortete der LCA-Geschäftsführer. Beim Hansemeeting habe er 100-Meter-Läufer gesehen, die nach ihrem Rennen wieder das Kampfrichteramt bekleidet haben. Als Beispiel nannte er Lina Reiche, in Attendorn über 4x100 Meter am Start. Quinke: „Sie hat ihre 100 Meter gelaufen, und war zuvor mit der Startpistole aktiv.“

Damit ist das Vertrauen der Aktiven in die Kompetenz der Unparteiischen gewährleistet. Gut, hier und da gibt es Eltern, die mal nicht einverstanden sind. „Andererseits muss ich auch nicht an jeder Stelle einen ausgebildeten Kampfrichter haben“, sagt Quinke und zeigt Richtung Weitsprunggrube: „Da steht eine Frau mit einer Harke in der Hand. Die muss nicht unbedingt eine Kampfrichter-Ausbildung haben, genau so wenig wie jemand, der die Kugeln zurückholt oder Bälle zurückwirft.“

Dennoch sei es natürlich schön, dass man das Hansemeeting in Attendorn mit überwiegend mit offiziellen Kampfrichtern besetzen könne, etwa 40 waren im Einsatz. Anspruchsvoller dürften die Laufwettbewerbe sein, in denen es sowohl schnell als auch eng zugehen kann. Da aber gebe es eine feste Crew, da sitzen immer die gleichen Leute. Quinke: „Aber da sind welche zu einer Ausbildung gewesen, die den Starter machen dürfen. Es darf ja nicht jeder eine Pistole in die Hand nehmen. Da gibt es eine Extra-Ausbildung.“ Damit nicht genug der Spezialisierung. Geräteprüfer gibt es sogar. Die wiegen und messen Kugel, Diskus und Speer. LL


Westfalenpost, 09.05.2025

KSB Olpe schafft mit 1500 neuen Mitgliedern ein Zehnjahres-Hoch

Starkes Zeichen für Bedeutung des organisierten Sports. Hohe Ehrung für Raphaele Voss, seit 1992 im Vorstand des TV Olpe, seit über 25 Jahren dort Vorsitzende

Kreis Olpe/Hohenhagen. Der Kreissportbund Olpe hatte zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Tagungsort war diesmal der Yachtclub Lister (YCL) am Biggesee, dem Sportareal des Vorsitzenden Rolf Kantelhardt, der sich privat dem Segelsport verschrieben hat. Das war indes nicht der Beweggrund, sondern eher, weil der YCL ein Muster dafür ist, wie erfolgreich die Sportvereine im Kreis unterwegs sind. So fand am ersten Maiwochenende hier die Jugendbundesliga des Deutschen Seglerverbandes mit 24 Segelmannschaften aus ganz Deutschland statt.

„Unser Kreissportbund ist das starke Bindeglied zwischen Sportvereinen, Politik und Gesellschaft. Gemeinsam gestalten wir eine sportliche Zukunft, in der jeder eine Möglichkeit zur Bewegung und zum gesellschaftlichen Miteinander findet“, betonte Kantelhardt und blickte beispielhaft auf einige Meilensteine in 2024. So wie die Übernahme der Trägerschaft der Übermittagsbetreuung am Städtischen Gymnasium in Lennestadt, was die Vereinbarkeit von Sport, Schule und Betreuung verbessere. Ein weiteres wichtiges Ereignis: die Einstellung einer zweiten dualen Studentin. Weiter hat der KSB seine Öffentlichkeitsarbeit und Social Media Präsenz optimiert, um die Vereine besser zu vernetzen und den Sport in der Region sichtbarer zu machen. Erstmals hat man – gefördert durch den Kreis Olpe – gezielt Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler unterstützt, um verbesserte Rahmenbedingungen für deren Teilnahmen an nationalen Meisterschaften zu bieten.  „Alle diese Erfolge wären ohne die ehrenamtlich Engagierten in den Vereinen nicht möglich. Ihr Einsatz ist der Motor des Sports in unserem Kreis und dafür gebührt ihnen Dank“, sagte Kantelhardt“

Landrat Theo Melcher unterstrich den Erfolg des KSB. Als Maßzahl nahm er den Mitgliederzuwachs von rund 1500 Mädchen und Jungen, Frauen und Männern im vergangenen Jahr. Damit erreichte man mit insgesamt etwa 56.000 Mitgliedern in den Sportvereinen ein Zehnjahreshoch und setzt ein starkes Zeichen für die wachsende Bedeutung des organisierten Sports. „Das zeigt, wie nah der Kreissportbund an den Menschen ist und was er bietet.“ Dank sprach Melcher auch für die Beteiligung des KSB Olpe an der Aktion „Pink gegen Rassismus“ – regional wie auf Landesebene – aus. „Das Bekenntnis für Demokratie, Respekt und Toleranz brauchen wir in diesen Zeiten.“

Der Vorsitzende Rolf Kantelhardt, dessen Stellvertreter David Hippenstiel und Schatzmeister Robin Möwert wurden einstimmig bestätigt. Eine hohe Ehrung wurde Raphaele Voss zuteil. Ihr wurde die Ehrennadel verliehen. Seit über 25 Jahren ist sie erste Vorsitzende des TV Olpe. Von 1992 bis 1996 fungierte sie als Beisitzerin im erweiterten Vorstand, von 1997 bis 1999 war sie zweite Vorsitzende, wurde sodann zur Vorsitzenden gewählt. „Für deine Arbeit in einem der drei größten Sportvereine mit 15 Sportsparten gebührt dir Anerkennung und Dank“, sagte Kantelhardt. Birgit Engel


Westfalenpost, 07.05.2025

TV Olpe krönt eine überragende Handball-Saison

Platz drei in der Verbandsliga. 29:25-Sieg gegen den neuen Meister und Aufsteiger Herdecke/Ende ist ein würdiger Abschluss

Olpe Paukenschlag in der Olper Kreissporthalle. Die Verbandsliga-Handballer des TV Olpe beendeten mit einem deutlichen 29:25 (17:17)-Heimsieg die grandiose Erfolgsserie des frisch gebackenen Meisters und Oberliga-Aufsteigers HSG Herdecke/Ende. Die TVO-Sieben schenkte ihren Trainer Frieder Krause, der in den letzten Sekunden seiner aktiven Karriere auf der Platte stand, ein tolles Abschiedsgeschenk. Krause traf zum Schluss vom Punkt zum 29:25 Endstand. Ein grandioser Abschied des früheren Eiserfelders.

„Wir haben heute noch einmal alles auf die Platte gebracht. Es war ein unfassbarer Erfolg, und unsere junge Mannschaft hat eine enorme Entwicklung gemacht“, betonte der Olper Trainer Frieder Krause nach den packenden sechzig Minuten. Er übertrieb nicht.

Der Auftritt des TV Olpe gegen den Meister HSG Herdecke/Ende war eine Fortsetzung des Olper Auswärtsspiels in der Herdecker Bleichstein-Halle. Auch dieses Mal trafen die beiden besten Mannschaften der Liga aufeinander. Während der gesamten Spielzeit sahen die Zuschauer eine Begegung, in der beide Mannschaften aus der Defensive heraus agierten. Die Kreisstädter verschoben und packten gut zu. Ihr schnelles Umschaltspiel über die beiden Außenspieler Samuel und Joshua Krawitz zeigte Wirkung.

Dagegen konnte der hochgelobte Herdecker Rückraum mit Niklas Rust, Gero Neuhoff und Yannis Grasediek nur mit Einzelaktionen und kam aus dem gebundenen Spiel heraus nicht zur Geltung.

Leon Schneider, der in der 20. Minute auf 12:9 erhöhte, hatte eine hundertprozentige Quote vom Punkt. Pech für den Olper Rückraum-Mitte-Spieler, dass er von den Schiedsrichtern Markus Korioth und Heiko Nitsch die rote Karte wegen Griff in den Wurfarm erhielt. Die Vorentscheidung war gefallen, als Henrik Ohm in der 44. Minute die Kreisstädter mit 24:20 nach vorne brachte. Wie so oft in den letzten Spielen war TVO-Torhüter Carlo Rogalla mit 45 Prozent der gehaltenen Bälle der entscheidende Akteur an diesem Abend.

Realistisch sah der Herdecker Trainer Quentin Münch das Spiel in Olpe: „Unsere Defensive war gut, aber die mangelende Chancenauswertung war an diesem Tag entscheidend.“

Olpe: Rogalla; Schneider (6), Rohrmann (1), Joshua Krawitz (6), Domnick, Thiem (1), Johannes Krause (1), Samuel Krawitz (3), Heinrich (2/1), Ohm (5), Weigelt (1). Meinolf Wagner


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