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März 2025
Westfalenpost, 31.03.2025
Sechs Sekunden vor dem Ende rettet der TV Olpe einen Punkt
Handball-Verbandsligist trifft gegen den ASC Dortmund kurz vor Schluss und zittert um Platz zwei
Olpe Wieder ein Drama. Handball-Verbandsligist TV Olpe sicherte sich kurz vor dem Ende noch einen Zähler gegen den ASC Dortmund. Marc Weigelt traf sechs Sekunden vor dem Ende zum 29:29 (14:13). Die Zuschauer in der Olper Kreissporthalle kamen voll auf ihre Kosten.
Die TVO-Sieben hatte in der Schlussphase alle Karten in der Hand und den doppelten Punktgewinn dicht vor Augen. Die Kreisstädter lagen durch Tore von Leon Schneider (50.) per Siebenmeter und einen präzisen Weitwurf von Henrik Ohm (52.) mit 27:25 vorne. Drei technische Fehler von Lennart Schipper und ein Wurf von Leon Schneider in den ASC-Abwehrblock brachte die Dortmunder wieder ins Geschäft. Nach einer Zeitstrafe gegen Johannes Krause, der erstmals wieder für den TVO aufgelaufen ist, war die Stimmung unter den 250 Zuschauern am Siedepunkt. Durch Ben Joris Finke (59:28) gingen die Gäste noch mit 29:28 in Führung, doch Marc Weigelt rettete mit seinem Treffer wenigstens einen Punkt für den TV Olpe.
Im ersten Durchgang fehlte es trotz hohem Tempo an gelungenen Spielzüge beider Mannschaften. Der Dortmunder Leon Nemet (46.) erhielt wegen einem Griff in den Wurfarm die Rote Karte. Wie so oft in den letzten Spielen war auch dieses Mal der Olper Torhüter Carlo Rogalla auf den Posten als er in der 32. Minute. mit einer vier Paraden in einer Szene rettete, eine Szene, die sich in der Schlussphase noch einmal wiederholte.
Die Olper fanden in entscheidenden Situationen keine guten Mittel und brachten sich durch technische Fehler oder unmotivierte Würfe immer wieder selbst in Schwierigkeiten. „Dieses Spiel ist sicherlich kein Beinbruch gegen eine ganz starke Dortmunder Mannschaft“, fasste der Olper Trainer Frieder Krause die stressigen 60 Minuten aus Olper Sicht zusammen. „Wir haben uns durch unnötige Fehler in der Schlussphase um einen doppelten Punktgewinn gebracht.“
TV Olpe: Rogalla, Rumpff; Schneider (10/5), Schipper, Rohrmann, Joshua Krawitz (5), Domnick (1), Johanes Krause (2), Samuel Krawitz (1), Heinrich, Ohm (8), Weigelt (2). Meinolf Wagner
Westfalenpost, 27.03.2025
Fachmann für Design und Defensive
Jannis Rohrmann, junger Handballer des TV Olpe, verbindet Studium und Sport optimal
Olpe Einen großen Spagat schafft Jannis Rohrmann. Der junge Handballer des Verbandsligisten TV Olpe bringt Studium und Sport unter einen Hut und nimmt dafür zudem einen beachtlichen Aufwand in Kauf.
„Entweder komme ich mit dem Zug von Wuppertal. Oder Henrik Ohm, der in Köln studiert, nimmt mich mit.“, verriet Jannis Rohrmann. In seinem Mediendesign-Studium liegen die Schwerpunkte auf der Gestaltung von Videos und dem Grafikdesign. Davon profitiert auch der TV Olpe. Rohrmann: „In der vergangenen Saison habe ich mich um unsere Social-Media-Präsenz auf Instagram gekümmert und Aufwärmshirts so wie Trikots für die Saison 2025/26 designt.“ Am Ende steht für ihn der Bachelor of Arts. Da sind die beruflichen Perspektiven sehr vielseitig.
Angesichts dessen imponiert es, dass Jannis Rohrmann in dieser Saison noch keine Trainingseinheit verpasst hat. Er ist recht spät zum Handball gekommen. „Ich habe verschiedene Sportarten ausprobiert, aber nichts davon war so richtig was für mich“, erinnert sich der Olper Junge, „meine Freunde Konstantin Flucht, Bastian Huckestein, Thomas Schürholz und Frederik Sondermann haben allesamt Handball gespielt. Irgendwann haben sie mich mit zu einem Spiel der ersten Mannschaft des TVO mitgenommen. Und dort war für mich klar: Da möchte ich auch mal spielen. An diesem Tag startete meine Handballkarriere.“ Seinen Weg im Olper Handball-Nachwuchs haben Jan Ditzell und Michael Hölting entscheidend geprägt.
So war es auch klar, dass er sich nun als junger Spieler der Verbandsligamannschaft dem Nachwuchs zugewandt hat. Nicht nur auf der Platte ist Jannis Rohrmann für den TV Olpe im Einsatz. Mit Michael Hölting trainiert er die B-Jugend des TV Olpe. So übt Jannis Rohrmann für die kleinen Handballer eine Vorbildfunktion aus, was heute recht selten ist.
Nicht zu vergessen: Jannis Rohrmanns Start fiel in eine knallharte Zeit. Denn durch den Abstieg 2022/23 aus der Verbandsliga, und dem schwierigen Jahr 2023/24 in der Handball-Landesliga, bedingt durch die Strukturreform des westfälischen Handballverbandes, gingen die Nachwuchskräfte des TV Olpe durch ein sportliches Stahlbad. In dieser Phase kam Jannis Rohrmann als Kreisläufer und talentierter Abwehrspieler in den Seniorenkader des TVO.
Rohrmann, der den Olper Defensivverbund schließt, und sich so zu einem Leistungsträger entwickelte, war für das Team eine Bereicherung. „In der aktuellen Spielzeit hat sich Jannis langsam zum Chef der Defensivabteilung entwickelt. Aktuell ist es nicht mehr anders vorstellbar“, zeigt sich der Olper Trainer Frieder Krause von der Entwicklung des Spielers mit der Nummer 9 sehr erfreut, „er ist einer, der auch als Gegenstoßspeziallist auf sich aufmerksam macht. Ein positiver Typ der in der jungen Olper Mannschaft gut ankommt, aber auch ins Olper Konzept, mit jungen und heimischen Akteuren den zukünftigen Weg zu gehen, passt. Jemand, der den Hochgeschwindigkeitssport liebt.”
Dass der Sprung vom Jugendbereich in den Männerhandball mit erheblichen Schwierigkeiten begleitet wird, war ihm schon klar, sagt Jannis Rohrmann rückblickend. „In Bezug auf die Schnelligkeit, die Absprache mit den Mitspielern, aber vor allem auf die körperliche Härte, die auf meiner Spielerposition herrscht, hat es lange gedauert, sich in der ersten Mannschaft einzufinden. Die Erfahrungen der letzte zwei Jahre haben mich auf jeden Fall weitergebracht.“ Hier sind Trainer Frieder Krause, welcher nur noch bei Bedarf mitspielt, und der Sportliche Leiter Ben Fuhrmann wichtige Leitplanken für die jungen Spieler. Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist das gute Binnenklima in der jungen Olper Mannschaft. „Wir unternehmen gemeinsam viel, haben richtig Bock auf Handball und mit Frieder Krause einen jungen Trainer, der dieses Team richtig nach vorne bringt.“
Die Tatsache, dass das junge Team Top-Spiele, wie beispielsweise der Hinrundenabschluss beim Tabellenführer HSG Herdecke/Ende vor einer Kulisse von 800 Zuschauern spielen dürfe, freue Jannis Rohrmann sehr, wie er sagt. „Dass ich meinen Teil dazu beitragen kann, verdanke ich dem Team, das mich von der ersten Sekunde an immer unterstützt hat, aber auch vor allem dem Trainer. Obwohl man anfangs noch lange nicht auf einen Verbandsliga-Niveau war, hat Frieder einem immer das Gefühl gegeben, dass man den Sprung in die erste Mannschaft schaffen kann, wenn man alles gibt und immer dranbleibt. Nimmt man dies an und erfüllt seinen Teil, kann man fester Teil des Teams werden. Genau das würde ich auch den zukünftigen Nachwuchsspielern immer mitgeben.“ Meinolf Wagner
Westfalenpost, 27.03.2025
Begeisterung, Energie und Teilnehmerrekord
185 junge Sportler machen mit bei „Fun in Athletics“, ausgerichtet vom Leichtathletik Club Attendorn
Attendorn Was für ein Spektakel. In eine Arena voller Begeisterung, Energie und sportlichem Ehrgeiz verwandelte sich die Rundsporthalle in Attendorn. Der Leichtathletik Club Attendorn richtete kürzlich die „Fun in Athletics“ aus – und stellte mit 185 jungen Athleten einen neuen Teilnehmerrekord auf.
Der Nachwuchs der Vereine TV Olpe, SC Olpe, SC Fretter, SG Wenden und des LC Attendorn trat in den Disziplinen Laufen, Springen, Werfen und vielen weiteren spannenden Wettkämpfen gegeneinander an. Die Halle bebte vor Anfeuerungsrufen, als die jungen Sportler ihr Bestes gaben. Franz Josef Quinke, Geschäftsführer des LC Attendorn, zeigte sich begeistert: „Diese enorme Beteiligung ist ein eindrucksvoller Beweis für die Zukunft unserer Kreisleichtathletik. Die Begeisterung der Kinder, das Engagement der Eltern und die perfekte Organisation haben diesen Tag unvergesslich gemacht.“
Ein besonderes Highlight war der große Grand Prix-Lauf, bei dem die Nachwuchsathleten noch einmal alles aus sich herausholten. Am Ende strahlten nicht nur die Sieger – jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde als Anerkennung für seine herausragenden Leistungen. Quinke: „Die Kinderleichtathletik im Kreis Olpe boomt – und das war erst der Anfang.“
Westfalenpost, 26.03.2025
Das alte Lied: Schwacher Start, starkes Ergebnis
TV Olpe festigt mit Sieg Platz drei in der Handball-Verbandsliga
Olpe Ihren dritten Tabellenplatz zementiert haben nun die Verbandsliga-Handballer des TV Olpe. Mit 27:24 (13:12) meisterten sie das Auswärtsspiel bei der zweiten Mannschaft der SG Schalksmühle/Halver.
Aber auch am Schalksmühler „Löh“ griffen wieder die üblichen Olper Verhaltensmuster. Nach nur sechs gespielten Minuten musste der Trainer Frieder Krause eingreifen, um das Team neu einzustellen. Grund war ein 1:5-Rückstand. Dann aber griffen die Korrekturen und es lief nun deutlich besser. Leon Schneider traf nach 14 Minuten zum 7:7-Ausgleich und Henrik Ohm brachte die Olper zum ersten Mal in diesem Spiel mit 9:8 in Front. Da waren bereits 20 Minuten vergangen.
Nach der Pause startete der TVO mit einer deutlich verbesserten Abwehr und einem wie zuletzt immer überragenden Torhüter Carlo Rogalla, der auch in diesem Spiel auf 40 Prozent der gehaltenen Bälle kam. So ging das Spiel nach und nach in die Richtung des Tabellendritten. Nach dem 19:14 durch den Olper Kapitän Lars Heinrich nach 40 Minuten war diese Spiel praktisch gelaufen und wurde von den Krause-Schützlingen seriös zu Ende gespielt.
Die Olper Defensive ist das Prunkstück und ist die zweitbeste hinter der des Tabellenführers HSG Herdecke/Ende. Der hat insgesamt 443 Gegentore, Olpe deren 444. Sie war auch in Schalksmühle die Grundlage und bewahrte den Olpern ihren Vorsprung bis zum Schluss.
Ein weiterer erfreulicher Aspekt: Johannes Krause, der Bruder von Frieder Krause, feierte nach langer Verletzungspause sein Comeback. „Bei unserer Mannschaft waren technische Fehler und freie Bälle liegen gelassen worden“, gab Ben Fuhrmann, der sportliche Leiter des TV Olpe, als zu verstehen, „für eine solche schwache Anfangsphase haben wir keine Erklärung. Aber wenn man alles betrachtet, war‘s, glaube ich, ein verdienter Sieg auf Grund unserer Steigerung in der zweiten Spielhälfte.“mewa
TV Olpe: Rogalla; Flucht, Weigelt (1), Schneider, Schipper (4), Rohrmann, Joshua Krawitz (5), Samuel Krawitz (2), Johannes Krause (1), Heinrich (1), Domnick (1), Ohm (8).
Westfalenpost, 25.03.2025
Serie der BG Olpe/Siegen hält Ansturm stand
2. Basketball-Regionalliga: Mannschaft ist nun seit 16 Spielen ungeschlagen
Olpe Es war ein Spitzenspiel, das den Erwartungen mehr als gerecht wurde. Der TV Gerthe, zuvor Vierter der 2. Regionalliga, kam mit der Empfehlung von sechs Erfolgen nach Olpe – doch dem stand eine Erfolgsquote der BG Olpe/Siegen mit sechzehn 16 ungeschlagenen Spielen gegenüber. Und die längere Serie hielt am Ende dem Ansturm der Bochumer Vorstädter stand. Mit 86:69 (38:36) setzten sich die Jungs aus Olpe und Siegen deutlich durch.
Angetrieben vom US-Aufbau Mitchell, mit 30 Punkten Topscorer der Gäste, blieb die Partie bis zur Halbzeit heftig umkämpft, permanent offen und die Kulisse spürte förmlich die Dramatik. Ausschlaggebend war eine deutliche Leistungssteigerung der Gastgeber. „Da zeigten die Jungs ihr wahres Gesicht“, so Baethcke weiter, „auch die Fans der Black Flyz zeigten, zu welcher Klasse sie fähig sind.“
Unter dem Strich konstatierte Baethcke nicht nur zehn Dreier, davon allein von Spielgestalter Damir Kasun fünf. Eine überragende Partie lieferte Tala Fam Thiam mit 27 Punkten sowie etlichen Rebounds ab. Bemerkenswert: Oldie Waldemar Gomer ist wieder da. Der 46-jährige routinierte Center verletzte sich gleich zum Saisonauftakt, hat eine lange Pause hinter sich und meldete sich zum Saisonende wieder zurück. „Ich habe zweimal mittrainiert, konnte laufen und der Körper gab grünes Licht. Ich hatte zwar nur einen kurzen Einsatz, aber es hat richtig Spaß gemacht.“ lup
Statistik (Punkte/Anzahl Dreier): Phillip Becker (9/1)), Alexander Gerzen (3/1), Marcel Weiß (3/1), Michael Bartylak, Tala Fam Thiam (27/1), Bendix Kinkel, Damir Kasun (15/5), Waldemar Gomer, Tresor Nsiabandoki (8), Oleksandr Budiuk, Patrik Frackiewicz, Jeremiah Sparks (22/1).
Westfalenpost, 21.03.2025
Wessen Erfolgsserie wird reißen?
Basketball, 2. Regionalliga: BG Olpe/Siegen empfängt den seit sechs Spielen unbesiegten TV Gerthe
Olpe „Eine Siegesserie wird reißen“, prognostiziert Daniel Baethcke von der BG Olpe/Siegen und verweist auch auf zuletzt sechs Erfolge in Serie des TV Gerthe, der am Samstag um 19 Uhr in der Kreissporthalle Olpe seine Visitenkarte abgibt. Der Gegner aus der Bochumer Vorstadt war mit großen Ambitionen in die Saison gestartet, hat nach Verletzungssorgen jetzt noch einmal mit einem US-Amerikaner sowie einem Regionalliga-Center aufgerüstet und stellt den Tabellenzweiten aus Südwestfalen vor eine große Herausforderung.
Die Jungs des Trainer-Duos Baethcke/Klein sind zum Siegen verdammt, wollen sie ihre theoretische Chance zum Aufstieg in die 1. Regionalliga wahren. Das Fernduell mit Blick auf die Abstiegsentwicklung in Dritter Liga, 1. Regionalliga und die 2. Regionalliga (Gruppe Rheinland) bleibt bis zum Saisonende aktuell. Welche Bedeutung für Gerthe die Partie in Olpe hat, belegt die Tatsache, dass der Gegner mit einem Fan-Bus anreist.
Bereits im Hinspiel hat Gerthe gegen die Korbjäger der BG Olpe/Siegen nur 71 Punkte zugelassen – bei einem BG-Durchschnittswert der gesamten Saison von 95,6 Punkten. „Wir müssen dem Gegner unsere Offensive aufs Auge drücken“, fordert Daniel Baethcke und hofft einmal mehr, dass die Fans auch auf der Tribüne dem Gästeblock Paroli bieten können. Volkher Pullmann
Westfalenpost, 18.03.2025
Wieder dreistellig: BG Olpe/Siegen hat in Hagen das Sagen
Basketball: Zweit-Regionalligist feiert den 16. Sieg in Serie. Am Samstag geht es der Kreissporthalle Olpe gegen den TV Gerthe
Olpe Ein Dreier von Jeremiah Sparks besiegelte in der Schlussphase den achten dreistelligen Erfolg der Basketballer von Bigge und Sieg. Mit 100:70 (54:32) ließen die Korbjäger des TV Olpe und TV Jahn Siegen der jungen Truppe der Basketball-Akademie Hagen II nicht den Hauch einer Chance. Angetrieben vom 20-jährigen Phillip Becker zeigten die Gäste frühzeitig, wer in Hagen das Sagen hatte. Ein 8:0-Lauf in den ersten Minuten wurde unterstützt von einer überragenden Defensivarbeit, sodass das 33:13 nach dem ersten Viertel die Frage nach dem Sieger erst gar nicht aufkommen ließ.
Für das Coaching-Duo Baethcke/Klein war es wichtig, dass nach dem Scorer-Rekord von Jeremiah Sparks am vergangenen Wochenende gleich fünf Spieler wieder zweistellig punkten konnten. Mit 28 Punkten schoss Tala Fam in Hagen den Vogel ab. Darüber hinaus war Daniel Baethcke sehr zufrieden, dass die Dreier-Quote wieder einmal stimmte. „Zehn erfolgreiche Würfe aus der Distanz sind schon gut“, war das Trainer-Duo einer Meinung. Auch gab es dabei eine breite Streuung. Von sechs erfolgreichen Distanzschützen traf Alexander Gerzen gleich dreimal.
„Wir haben die Mannschaft aufgefordert, von Beginn an fokussiert und konzentriert zu sein“, sagte Daniel Baethcke, „und das haben die Jungs auch prima umgesetzt.“ Es war der sechzehnte Sieg in Serie, der siebzehnte an achtzehn Spieltagen insgesamt – der Vereinsrekord wird jede Woche ausgebaut. Ob diese Bilanz nur Makulatur ist, wird sich erst am Ende der Saison erweisen.
Auch die LippeBaskets aus Werne gaben sich in Essen am Ende keine Blöße und setzten sich mit 74:63 gegen ETB Schwarz-Weiß 2 durch. Am Ende des dritten Viertels wackelte der Spitzenreiter, als Essen mit 53:53 zwischenzeitlich ausgleichen konnte. Zumindest ist dem Liga-Primus klar, dass er sich keinen Fehltritt leisten darf, denn dann hieße es ‚Vorteil Olpe/Siegen‘.
Am kommenden Wochenende muss die BG Olpe/Siegen ab 19 Uhr in der Kreissporthalle Olpe gegen den TV Gerthe seine Hausaufgaben erledigen. „Gegen den Tabellenvierten wird es schon schwer“, warnt Baethcke vor den Bochumer Vorstädtern, die in eigener Halle beim 58:71 erhebliche Gegenwehr leisteten. Die 71 Punkte sind die niedrigste Punktzahl, die Gerthe gegen die BG zugelassen hatte – der Durchschnitt der Südwestfalen liegt bei 95,6 Punkten pro Spiel. Das sagt alles über die Verteidigungsarbeit des TV Gerthe.
Statistik (Punkte/Anzahl 3er): Jeremiah Sparks (21/1), Phillip Becker (14/2), Alexander Gerzen (10/3), Tresor Nsiabandoki (14), Tala Fam Thiamm (28/1), Marcel Weiß (3/1), Damir Kasun (7/2), Bendix Kinkel, Sascha Budiak (4), Patrik Frackiewicz. Volkher Pullmann
Westfalenpost, 14.03.2025
Für beide Teams steht viel auf dem Spiel
BG Olpe/Siegen spielt bei abstiegsbedrohter BG Hagen II
Olpe Die Rollen sind klar verteilt. Wenn am Samstag in der 2. Regionalliga die Basketball-Gemeinschaft des TV Olpe und TV Jahn Siegen in Hagen auf die Zweite der „Basketball-Akademie für Entwicklung und Training“ treffen, steht für beide Mannschaften viel auf dem Spiel. BBA Hagen II muss gewinnen, wenn die Chance auf den Klassenverbleib erhalten bleiben soll. Zum Siegen verdammt sind aber auch die Jungs von BG-Trainer Daniel Baethcke. Wenn sie es schon nicht in eigener Hand haben, als Meister den Sprung in die 1. Regionalliga zu schaffen, so soll die Möglichkeit auf einem Umweg zu diesem Ziel im Fokus bleiben.
Keinerlei Einfluss hat die BG Olpe/Siegen auf die Abstiegsregelung aus Dritter Liga und Erster Regionalliga. Spielen die alle für Olpe/Siegen, ist das Fernduell mit dem Zweiten der 2. Regionalliga 1 entscheidend. Und da haben die Baethcke-Jungs fünf Spieltage vor dem Ende mit einer Bilanz von 16 Siegen und nur einer Niederlage gegen die RheinStars Köln II mit einer Bilanz von 13/4 deutlich die Nase vorn.
„Wir wollen unserer Rolle gerecht werden“, sagte der BG-Coach und hofft auf einen Kader von elf gesunden Spielern. Zudem hofft er, dass Michael Bartylak nach langer Pause wieder „erste Schritte“ machen kann. lup
Westfalenpost, 13.03.2025
Schiedsrichter-Not vor Verbandsligaspiel des TV Olpe
Benedikt Steinebach und Markus Schürhoff retten Handball-Derby. Team von Frieder Krause setzt sich souverän durch
Siegen/Olpe Dass Handballer bei aller Rivalität gemeinsam anpacken, wurde im Vorfeld des Verbandsligaspiels zwischen dem RSVE Siegen und dem TV Olpe deutlich. So konnte die Partie wegen personeller Knappheit und Krankheit nicht mit etatmäßigen Schiedsrichter bestückt werden. Es glühten die Telefone zwischen dem RSVE und Ben Fuhrmann vom TV Olpe, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Das gelang dann auch. Benedikt Steinebach, stellvertretender Schiedsrichterwart des Handballkreises Lenne/Sieg, half. Markus Schürhoff vom TuS 09 Drolshagen und Steinebach selbst, der für die TSG Siegen pfeift, brachten diese Begegnung souverän über die Bühne.
Für den RSVE Siegen war der TV Olpe eine Nummer zu groß im Südwestfalenderby. Mit einem deutlichen 27:18 (10:9) vor 350 Zuschauern in der Eiserfelder Hubenfeldhalle lag das Momentum klar beim Tabellendritten aus Olpe, der nun beide Derbys gegen den VTV Freier Grund und RSVE Siegen deutlich gewonnen hat.
Wie so oft war die starke Olper Defensivabteilung mit dem besten Torverhältnis der Liga, 519:420, die Grundlage für den doppelten Punktgewinn. Im Abwehrblock und im Zusammenspiel mit Torhüter Carlo Rogalla, der 18 Paraden verzeichnete und in der 34. Minute einen Siebenmeter hielt, verschoben die Gäste gut. Olpe hatte bis auf die obligatorische Schwächephase alles unter Kontrolle. „Wir hatten schon in der ersten Halbzeit guten Handball gespielt, doch unsere Chancen nicht genutzt. Aber man muss auch festhalten: Es war das Spiel der Torhüter Carlo Rogalla und Justus Gräf. Olpe steigerte sich im zweiten Durchgang, so war der Sieg auch in der Höhe verdient.“
Nach einem 6:0-Lauf von der 31. bis 37 Minute durch Treffer von Henrik Ohm (2), Leon Schneider, Marc Weigelt und Samuel Krawitz war praktisch die Vorentscheidung gefallen. Im weiteren Verlauf verfügten die Hausherren über wenig Durchschlagskraft, aber Einsatz und Wille konnte ihnen nicht abgesprochen werden. Die Siegerländer kamen in der zweiten Halbzeit nur auf neun Tore und wirkten ideenlos. Ein weiterer 5:0 Lauf von der 47. bis 52. Minute machten dann mit einem 10-Tore Vorsprung von 23:13 endgültig alles klar. So sah der Eiserfelder Coach Christof Heimes die Begegnung realistisch: „Im ersten Durchgang war es noch eng. Torhüter Carlo Rogalla entscheidende Mann auf Olper Seite, dennoch finde ich der Sieg war zu hoch, aber nicht unverdient“. Nach der Schlusssirene gab es noch eine tolle Geste des RSVE Siegen an die beiden Mannschaften und Schiedsrichter: Da wurden nicht verkaufte Wurstbrötchen verteilt. mewa
TV Olpe: Rogalla; Schneider(6), Rohrmann, Joshua Krawitz (2), Johannes Krause, Samuel Krawitz (5), Lars Heinrich (4), Schipper (1), Ohm (7), Weigelt (2).
Westfalenpost, 11.03.2025
Wahnsinn: Jeremiah Sparks erzielt 63 Punkte für BG Olpe/Siegen
2. Basketball-Regionalliga: Coach Daniel Baethcke ist fassungslos. Am Ende ringen Black Flyz die Baskets Lüdenscheid mit 101:89 nieder
Olpe Der Coach der BG Olpe/Siegen konnte es kaum in Worte fassen, was sich da in den vierzig Minuten reiner Spielzeit vor seinen Augen abspielte. Immer wieder tigerte Trainer Daniel Baethcke am Spielfeldrand auf und ab, gab Anweisungen, während Co-Trainer Daniel Klein in den Auszeiten analysierte und für taktische Hinweise zuständig war. Mit 101:89 (51:43) rangen die Black Flyz die Gäste der Baskets Lüdenscheid nieder – und das hatte vor allem rein punktemäßig Jeremiah Sparks zu verantworten, ohne die Leistung seiner Mitspieler zu vernachlässigen.
„Es war eine Wahnsinnsvorstellung von Jeremiah“, war Daniel Baethcke noch immer nahezu fassungslos über die 63 Punkte, die der US-Amerikaner erzielte, Vereinsrekord. Lüdenscheid konnte Sparks nie in den Griff kriegen, er konnte machen, was er wollte – und traf und traf und traf. „Dunkings, Wahnsinnskorbleger, akrobatische Sachen. Er war nicht annähernd zu bremsen, das war absolut zweitligareif“, schwärmte Baethcke, der wahrlich schon viel in seiner Basketball-Vita erlebte und meist sehr stolz war, dass sich die zweistellig Scorerquote auf viele Schultern verteilte.
Das schaffte an diesem Abend mit 14 Punkten nur noch Tala Fam Thiam. Phillip Becker, mit viel Defensivarbeit belastet, erzielte immerhin noch neun Punkte. Und dass jeder Punkt eminent wichtig war, zeigen die 89 Punkte für Lüdenscheid. Es war knapper als im Vorfeld vielleicht erwartet. Daran kann auch der siebte dreistellige Erfolg nichts ändern. Symptomatisch: Wenige Sekunden vor Schluss traf, natürlich, Sparks mit einem Dreier. Wieder einmal dreistellig.
„Es war ein Arbeitssieg“, wollte der BG-Coach auch nichts schönreden bei aller Euphorie, „wir kamen nie richtig in einen Flow. Ich hatte nie das Gefühl, das Spiel läuft supergut.“ Baethcke sah das Spiel auch als ein Zeichen an seine Jungs. „Wir müssen weiter hart arbeiten, dürfen niemanden unterschätzen. Wir haben noch fünf Spiele, sind immer noch Zweiter. Aber…“ Und vollendet den Satz nicht weiter.
Wenn es am kommenden Samstag zum Vorletzten BBA Hagen 2 geht, müssen die BG-Korbjäger einen weiteren Ausfall kompensieren. Nach dem Abgang von Bilal Atli in die Erste Liga im Libanon hat sich der starke 22-jährige US-Boy Jack Shannon in Dortmund eine schwere Schulterverletzung zugezogen, die wohl nur durch einen chirurgischen Eingriff behoben werden kann. Damit stehen zwei wichtige Center bis zum Saisonende nicht mehr zur Verfügung. Die Verantwortung liegt jetzt vor allem auf Tresor Nsianbandoki. „Tresor hat heute mit vielen Blocks und Rebounds seine Qualitäten bewiesen. Er kann diese Position effektiv spielen.“
Statistik: Phillip Becker (9), Alexander Gerzen, Marcel Weiß (2), Tresor Nsianbandoki (1), Tala Fam Thiam (14), Bendix Kinkel (2), Damir Kasun (3), Eleksandr Budiuk (5), Patrik Frackiewicz (2), Jeremiah Sparks (63). Volkher Pullmann
Westfalenpost, 07.03.2025
In dieser Statistik will Baethcke Primus bleiben
BG Olpe/Siegen: Hoffnung auf Aufstiegschance lebt
Olpe Eigentlich nichts Neues bei den Regionalliga-Basketballern vom TV Olpe und TV Jahn Siegen. Das Kopf-an-Kopf-Rennen mit Vorteil Werne bleibt voraussichtlich bis zum Saisonende ein Dauerbrenner. Ein Ziel hat der BG-Coach Daniel Baethcke – ein Ziel, das seine Jungs in eigener Hand haben: „Mit 1520 Punkten haben wir die meisten Punkte der Liga erzielt, und das soll so bleiben.“ Das sind 67 mehr als der Primus aus Werne, aber es ist nur eine Notiz ohne Wert. Viel wichtiger: Der Aufstieg als Vizemeister ist nicht völlig unrealistisch.
Personell hat sich bei den Black Flyz einiges geändert. Bilal Atli, für einige Wochen wieder für die BG aktiv gewesen, ist zurück im Nahen Osten. Er hat einen Vertrag in der Ersten Liga im Libanon unterschrieben. Doch der Syrer allein hätte den saisonalen Höhenflug von Olpe/Siegen auch nicht geschafft. Mit Damir Kasun, Jeremiah Sparks, Jack Shannon oder Phillip Becker, um nur einige zu nennen, stehen dem BG-Coach viele Hochkaräter zur Verfügung. Bedauerlich, dass für Hüseyin Souleiman und Nachwuchsspieler Mats Dornseifer verletzungsbedingt die Saison vorzeitig beendet ist.
„Wir haben die spielfreie Zeit genutzt, um kleinere Blessuren auszukurieren“, gibt Baethcke einen kurzen Rückblick auf die Karnevals-Auszeit. Gegen Lüdenscheid kommt es einmal mehr zum Vettern-Duell zwischen Alexander Gerzen (BG) und Tim Tripel (Lüdenscheid). Dass da die BG die Oberhand behalten dürfte, ist keine gewagte Prognose. Die Korbjäger aus der Märkischen Region sind mit einer Bilanz von sieben Siegen und neun Niederlagen jenseits von Gut und Böse.
Aber Baethcke wäre nicht Baethcke, würde er nicht warnen: „Das wird kein Selbstläufer. Lüdenscheid hat einen bärenstarken Brettcenter und mit Albinovic einen der besten Schützen der Liga. Auch wenn der Rest des Teams sehr jung ist, werden gerade die Youngster alles daransetzen, uns zu ärgern.“ Überheblichkeit wäre hier ein ganz schlechter Ratgeber. Der BG-Coach vertraut auf die eigenen alten Tugenden: „Taktisch werden wir versuchen, viel Druck auf die Ballführenden der Baskets auszuüben und im Angriff unsere Stärke, das schnelle Spiel, dem Gegner aufzuzwingen.“ Hinspiel 107:78. Bleibt abzuwarten, ob der siebte dreistellige Erfolg kommt. lup
Westfalenpost, 06.03.2025
Einzelkämpfer im Mannschaftssport
Handball-Verbandsliga: Carlo Rogalla, Torwart des TV Olpe, freut sich auf das Derby in Siegen
Olpe Handball-Torhüter haben in ihren Mannschaften eine Schlüsselrolle. Auch im Handball gilt die Weisheit, dass eine gute Mannschaft ohne guten Torwart nicht viel wert ist. Ist der Schlussmann nicht in der Lage, seinen Anteil am Erfolg beizutragen, dann können die anderen sechs Spieler machen, was sie wollen. Dieses Qualitätsmerkmal trifft auf Carlo Rogalla, einen Leistungsträger des Handball-Verbandsligisten TV Olpe in der aktuellen Saison besonders zu.
Ein gut ausgebildeter Torhüter, der sich auf einem hohen Top-Niveau bewegt. Mit seinen Paraden hat er die Verbandsliga-Handballer des TV Olpe in der abgelaufenen Spielzeit zum Ligaerhalt verholfen. In dieser Saison ist der Spieler mit der Nummer – 16 – durchgestartet. „Gegenüber der letzten Saison hat sich unsere Mannschaft in Sachen Qualität deutlich weiterentwickelt, dies sieht man daran das wir über die beste Defensive der Liga mit 492 Gegentoren verfügen“, freut sich der Olper Torhüter. „Gerade die jüngeren Spieler wie Jannis Rohrmann haben sich in der Abwehr deutlich weiterentwickelt.“
In 17 Spielen konnte Carlo Rogalla seine Klasse unter Beweis stellen. Nur gegen die DJK SG Bösperde fehlte er wegen Verletzung. Seine sportliche Laufbahn wurde durch Frieder Krause beim RSV Eiserfeld geprägt. Die Kontakte zu Frieder Krause, seinem früheren Trainer, waren nie abgerissen. Hier hatte er seine ersten Schritte im Handball-Leben begonnen. Später ging der Weg zum TV Olpe. „Ben Fuhrmann fragte, ob ich mir vorstellen konnte, gemeinsam wieder auf dem Handball-Parkett zu stehen“, weiß Carlo Rogalla noch über die Anfänge in Olpe zu berichten. „Anfang des Jahres 2022 habe ich zusammen mit Ben in Olpe trainiert und nach einigen Übungseinheiten war klar, es passte und das Klima innerhalb und außerhalb der Mannschaft sagte mir zu denn es ist eine wichtige Grundlage um guten Handball zu spielen.“
Bereits beim knappen 27:26 (15:12) Heimsieg gegen den RSVE Siegen war es im Heimspiel schon ein hartes Stück Arbeit. Mittlerweile ist Carlo Rogalla zum stellvertretenden Mannschaftskapitän aufgerückt. Dieses Amt unterstreicht seine Stellung und sein Wort innerhalb des Teams. „Carlo ist zwar erst seit Februar 2022 bei uns, hat sich aber in der kurzen Zeit bereits in die Mannschaft und den Verein integriert. Ein echter Glücksgriff, der uns bereits in vielen Spielen enorm weitergeholfen hat und mit dem wir viel Spaß haben werden. Carlo lebt den Handball“, lobt Frieder Krause Carlo Rogalla. „Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Ben Fuhrmann ist er aktuell unsere Nummer eins und trägt eine hohe Verantwortung. Carlo wurde ins kalte Wasser geworfen. Es war eine Win-Win-Situation für Verein, Mannschaft und Carlo selbst“, weiß Frieder Krause. „Jeder Keeper ist nur so gut wie die Abwehr, die vor ihm steht, und umgekehrt. Das ist eine enge Wechselbeziehung. Das ist auch der Grund, warum wir erfolgreich sind. Es beflügelt“, sagt Carlo Rogalla. „Ich kann mich auf meine Vorderleute verlassen, und ich denke, sie können auch das gleiche von mir sagen“.
Torhüter zu sein bedeutet für den 1,90 Meter großen Rogalla vor allem, Verantwortung zu tragen. „Handball ist zwar ein Mannschaftssport, doch im Tor bist du Einzelkämpfer, aber ohne Angst. Im Feld kann man immer wieder die Verantwortung an seine Mitspieler weitergeben. Dennoch immer volle Kraft voraus und volle Konzentration auch in den letzten Sekunden im Spiel bis die Schlusssirene ertönt“. Mit Blick auf den kommenden Samstag ist der Blick für Carlo Rogalla und seine Sieben für das Südwestfalenderby geschärft: „ Zu Hause spielt der RSVE Siegen einen deutlichen besseren Ball als auswärts, dennoch sollten wir im Verbund und auch individuell die bessere Mannschaft sein und auch gewinnen“. Meinolf Wagner
Westfalenpost, 03.03.2025
Drama in der Schlussphase beschert TV Olpe noch einen Punkt
37 Sekunden vor dem Ende liegen die Verbandsliga-Handballer gegen Oespel-Kley mit zwei Toren zurück
Olpe Die Serie von sechs ungeschlagenen Spielen der Verbandsliga-Handballer des TV Olpe hat weiter Bestand. Für Drama und Spannung sind die Kreisstädter bekannt, so auch beim 21:21 (11:9) gegen die DJK TuS Oespel-Kley. Die letzte Minute erinnerte an die Dramatik des Viertelfinalspiels bei den Olympischen Spielen zwischen Deutschland und Frankreich.
Die Dortmunder führten 37 Sekunden vor Schluss mit 21:19 und sahen wie der sichere Sieger aus. Mit einem Doppelpack schaffte Joshua Krawitz den nicht mehr geglaubten 21:21-Ausgleich. Dies sorgte für riesigen Jubel in der Olper Kreissporthalle. „Wir haben zwar glücklich einen Punkt geholt, aber in einem insgesamt schwachen Spiel sind wir nach vorne nicht richtig zum Abschluss gekommen“, fasste Joshua Krawitz die 60 Minuten zusammen.
Dennoch hat sich die TVO-Sieben weiter im oberen Drittel der Liga festgesetzt. So brachte es auch der Olper Trainer Frieder Krause nach dem Spiel auf den Punkt: „Heute haben wir keine guten Lösungen vor allen Dingen im Angriff gefunden, fast blutleer.“ Im Blickpunkt des gesamten Spieles waren die Torhüter Carlo Rogalla mit 14 Paraden, sowie drei gehaltenen Siebenmeter. Sein Gegenüber Martin Ritter hatte eine ähnliche Bilanz vorzuweisen. Die Olper Handballer hatten wie so oft in der Vergangenheit dieses Mal keine Schwächephase genommen.
Von Beginn an zeigten beide Mannschaften eine robuste Defensivabteilung, verschoben gut und packten im richtigen Moment kraftvoll zu. Der Oespler Rückraum mit David Dietze, Hannes Mundry und Mark Schuergels fand immer wieder Lösungen, um die Außen- und Kreisspieler in gute Positionen zu bringen.
Mitte der ersten Halbzeit war es dann Samuel Krawitz (13.), der die Gastgeber mit einer Energieleistung 7:5 in Front brachte. Nach Leon Schneiders Treffer lagen die Olper sogar 10:4 nach vorne. In der Folgezeit ging es hin und her und die Schützlinge des Olper Trainers Frieder Krause gingen nur mit einem knappen 11:9-Vorsprung in die Halbzeitpause.
Mehr war für die Hausherren möglich, aber zeitweise hatte der Tabellendritte den Faden verloren. Nach dem Seitenwechsel ging es spannend und packend weiter. In den letzten 15 Minuten fand der TV Olpe keine Lösungen und Ideen gegen die starke und bewegliche 6:0-Abwehr der Gäste. So wurde es eng. Niklas Wagener (56.) brachte die Gäste mit 21:17 in Front. Das wirkte wie die Vorentscheidung. Doch die Olper zeigten Kampfgeist und kamen noch einmal zurück. Entsprechend groß war der Frust beim Oespler Trainer Lars Ridder: „Das Remis war für uns eine gefühlte Niederlage.“
TV Olpe: Rogalla; Schneider (8), Schipper, Rohrmann, Joshua Krawitz (3), Salewski, Flucht, Weigelt (2), Samuel Krawitz (4), Heinrich, Ohm (4), Domnick. mewa
