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Juni 2025
Westfalenpost, 25.06.2025
Speerwerferin Sarah Leubner schafft mit 35,31 Metern eine echte Sensation
Leichtathleten aus dem Kreis Olpe holen 14 Medaillen bei den Westfälischen Meisterschaften der Leichtathleten. Hannah Brieden überragt über 200 Meter
Lage/Dortmund „Es waren intensive zwei Tage, die geprägt waren von unglaublicher Hitze, hoher Motivation der Athletinnen und Athleten, vielleicht auch persönlicher Enttäuschungen, dass die Ergebnisse nicht so wie erhofft waren, aber auch ganz tollen Erlebnissen“, zog Thorsten Kämpfer, Trainer beim TV Olpe, ein überaus zufriedenes Fazit der Westfälischen Meisterschaften der Leichtathleten in Dortmund und Lage, die von den Trainern der heimischen Vereine als grenzwertig bezeichnet wurde. 14-mal Podium sind eine imponierende Bilanz.
Hatte man Hannah Carin Brieden von der Olper Leichtathletik erneut in den Medaillenrängen erwartet, so muss der Titelgewinn von Sarah Leubner (W15) mit dem Speer als echte Sensation bezeichnet werden. Mit 35,31 Metern bereits im ersten Versuch distanzierte sie die stärker eingeschätzte Konkurrenz knapp zwei Meter. Es war kein Zufallswurf: zwei weitere Würfe hätten ebenfalls zum Titel gereicht. „Für diese tolle Entwicklung ist allein ihre Spezialtrainerin Paula Glasow zuständig“, wollte Sprinttrainer Michael Kluge sich nicht mit fremden Federn schmücken.
Überragend Hannah Brieden, die ihrem Hürdentitel nun über 200 Meter mit 25,01 Sekunden einen weiteren Einzelerfolg folgen ließ. Die einhundert Meter, so Trainer Dieter Rotter, absolvierte sie „weit unter ihrem Niveau“. Trainer Dieter Rotter, sah aber über 200 Meter „eine ganz Hannah“, als sie hinten raus ihre hohen Sprintqualitäten zeigen konnte.
Über Titel Nummer drei konnte sich Schlussläuferin Hannah Brieden zusammen mit Maja Blagojevic, Hannah Bauermann und Maja Tröster freuen. Mit 46,84 Sekunden distanzierte das U20-Quartett der Stargemeinschaft Olpe/Lennestadt nicht nur Vizemeister LG Wittgenstein um knapp vier Sekunden, sondern ordnete sich mit dieser Zeit auf Rang fünf der deutschen Bestenliste ein.
Vom Winde verweht wurden auch alle Hoffnungen von Alea Bremecker (W15), die über 100 Meter einen sehr guten dritten Platz errang, mit 12,86 Sekunden aber die DM-Norm um einen Wimpernschlag von sechshundertstel Sekunden verfehlte. Ähnliches Bild über 300 Meter: ebenfalls Platz drei für Alea Bremecker mit 43,04 Sekunden, die DM-Norm aber ähnlich knapp verpasst um 0,34 Sekunden.
Insgesamt vier dritte Plätze in Einzeldisziplinen konnten die Aktiven der TSG Lennestadt verbuchen. Außer Maja Tröster, die auch am Staffelsieg der U20 maßgeblich beteiligt war, schafften es auf den Bronzeplatz die unverwüstliche Alina Gierse mit der Kugel und Simon Schulte (U20) über 200 Meter in neuer Bestzeit von 22,60 Sekunden. Starke 11,26 Sekunden über 100 Meter bedeuteten für ihn neue Bestzeit und Rang fünf.
Die U16-Mädels bewiesen ihre DM-Reife, indem sie zum wiederholten Mal mit 50,72 Sekunden die Norm unterboten. Die Frauenstaffel wurde Dritte in guten 48,30 Sekunden.
Für die SG Wenden holte Johann Pulte mit ihrem souveränen Sieg über 1500 Meter die Kastanien aus dem Feuer. „Das war wie ein Meisterschaftslauf“, sagte Trainer Egon Bröcher, „Johanna hielt sich zunächst im Pulk auf, um dann zwei Runden vor Schluss schnell dem Feld zu enteilen.“ Mit 4:34,99 Minuten hatte sie über vier Sekunden Vorsprung vor der Konkurrenz. lup
Westfalenpost, 18.06.2025
Hannah Carin Brieden holt sich den Westfalentitel
Leichtathletik: Die 10 Kilometer Straße sind fest in der Hand der SG Wenden. Mannschaft in der Frauenwertung das Maß aller Dinge
Dortmund Jede Menge Titel und Top-Drei-Platzierungen brachten Athletinnen und Athleten aus dem Kreis Olpe von den Westfälischen Meisterschaften mit nach Hause. Während die Olper Leichtathletik vom Skiclub und Turnverein Olpe zwei herausragende Leistungen präsentieren konnte, war die SG Wenden mit ihren Frauen- und Männerteams in Westfalen wieder ganz vorne zu finden.
Dieter Rotter, Trainer der Olper Leichtathletik, war gespannt, wie Hannah Carin Brieden (U18) in Dortmund-Hacheney ihren ersten Hürdenwettkampf der neuen Saison übersteht – und sie wurde in sehr guten 14,15 Sekunden Westfalenmeisterin über 100 Meter Hürden. „Wir hatten die Hürden zuletzt im Training kaum dabei“, sagte Dieter Rotter, „und ihre Zeit sorgte nun dafür, dass sie den Kopf frei kriegt.“ Mit ihrer Bestzeit von 13,96 Sekunden nimmt sie derzeit Rang acht in der DLV-Bestenliste ein. Die U18-DM in Wattenscheid kann kommen.
Nicht so richtig zufrieden war Liv Heite mit Platz drei bei den Frauen über 100 Meter Hürden. Mit 14,15 Sekunden blieb sie doch recht deutlich hinter ihrer in den USA erzielten Bestzeit, will aber bei der U23-DM in Ulm erneut angreifen. Dort dürfte ihr Fokus mehr auf der langen Hürdendistanz liegen. Das W14-Talent Mia Gross wurde im 30-köpfigen Teilnehmerfeld sehr gute Fünfte, verfehlte aber mit 12,46 Sekunden ihre Bestzeit knapp.
Die Westfalenmeisterschaften auf der Straße über 10 Kilometer waren wieder einmal fest in der Hand der SG Wenden. Sowohl in der Männer- wie auch der Frauen-Hauptklasse war die rote Garde in Menden eine Klasse für sich und siegte deutlich beiden Mannschaftswertungen. Fabian Jenne wurde souverän Westfalenmeister mit 30:29 Minuten und 36 Sekunden Vorsprung vor Alexander Schill von LG Brillux Münster. Das erfolgreiche Männerteam komplettierten Markus Mockenhaupt und Julian Pulte.
Judith Hacker (W30), Stefanie Osthoff (W35) und Christl Dörschel (W45) waren als Mannschaft in der Frauenwertung das Maß aller Dinge und wurden überlegen Westfalenmeisterinnen. In ihren Altersklassen (Einzelwertung) standen sie ebenfalls auf dem Podium ganz oben (Christl Dörschel) bzw. jeweils auf Platz zwei (Judith Hacker und Stefanie Osthoff).lup
Westfalenpost, 07.06.2025
Staffel knackt DM-Norm - Blagojevic im Pech
Heimische Athleten präsentieren sich beim BiggeEnergie Sportfest in Top-Form
Olpe Es war mehr als nur eine Notlösung beim BiggeEnergie Sportfest, die sich Michael Kluge, Trainer der Olper Leichtathletik, nach reiflicher Überlegung und Diskussionen mit seinen Sprinterinnen hat einfallen lassen – und herauskam eine sensationelle Bestzeit seiner U23-Damen. Mit 46,40 Sekunden katapultierte sich die Startgemeinschaft Olpe/Lennestadt mit Annica Deblitz, Liv Heite, Maja Tröster und Hannah Carin Brieden nicht nur an die Spitze der westfälischen Bestenliste, sondern auch auf Rang drei der DLV-Rangliste der U23. Zugleich bedeutet die Zeit noch Platz sieben bei den Frauen in der aktuellen Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.
„Wir wollten eigentlich noch einmal unsere U20-Staffel testen“, so Coach Michael Kluge, doch dann kam im Vorfeld alles anders.“ Und damit spielte er zunächst auf den Ausfall von Hannah Bauermann an, die am Tag zuvor in Köln wegen Verletzung passen musste. Und nun, kurz vor dem Start der Staffel, musste auch Maja Blagojevic ihren Wettkampf über 100 Meter abbrechen, Ursache noch unklar.
Damit waren zwei wesentliche Stützen des U20-Quartetts ausgefallen. Annica Deblitz, vorgesehen für die „Nostalgie-Staffel“ der Frauen, rückte in das neue Team, ebenso wie Liv Heite, die erst eine Woche zuvor zum Heimaturlaub aus Alaska eingeflogen war. Und dann sprang im Verbund mit Maja Tröster und Hannah Carin Brieden diese Hammerzeit von 46,40 Sekunden heraus. Die U20-Staffel mutierte zu einem hochkarätigen U23-Quartett. Die diversen Meisterschaften im Juni und Juli können kommen.
Liv Heite (U23) ist auch über die Hürden deutlich im Aufwind. Das bestätigen ihre Top-Leistungen in den USA sowohl über die kurze wie auch die lange Distanz. In beiden Disziplinen gehört sie zu den Top-Drei in Westfalen und hat ebenfalls die Qualifikation für die DM der Frauen wie auch der U23.
Die „Nostalgie-Staffel“ der StG Olpe/Lennestadt musste daher ohne Annica Deblitz antreten. Das Quartett mit Johanna Heuel, Julia Springob, Sarah Langemann und Sophia Werthenbach kam auf gute 49,50 Sekunden. Den Stellenwert dieser Leistung gibt der derzeit vierte Platz in Westfalen wieder. Nostalgie: Mit Maria Ries (statt Sarah Langemann) kam diese Truppe 2017 in Erfurt auf Platz acht der DM mit dem noch heute gültigen Kreisrekord von 46,11 Sekunden.
Die DM-Norm hatten die Mädels der U16 bereits, doch sie legten mit 50,33 Sekunden noch einen drauf. Mia Gross, Alea Bremecker, Johanna Uelner und Alicia Huperz untermauerten damit ihre Anwartschaft auf einen Podiumsplatz bei den Westfälischen Meisterschaften im Juni. In ihrem Sog steigerten sich auch die LG Olympia Dortmund und CLV Siegerland und lösten das Ticket zur DM nach Ulm.
Überhaupt: Es waren zwölf auswärtige Vereine, vor allem aus dem Siegerland, aber auch aus Hagen und Dortmund sowie ein Teilnehmer aus Paderborn, am Start. Es ist ein Hinweis auf die Strahlkraft der Veranstaltung in Olpe, ist aber auch dem Ziel nach Normen in Westfalen und dem DLV-Gebiet geschuldet. Der Zeitpunkt war bestens gewählt.
Alea Bremecker (W15) verfehlte mit 12,82 Sekunden die DM-Norm nur um ganze zwei Hundertstelsekunden. „Das kann Alea noch schaffen“, ist Trainer Dieter Rotter überzeugt. Der U16-Coach konnte bereits am Himmelfahrtstag zwei Top-Ergebnisse melden. Mia Gross (U14) schraubte ihre Bestzeit über 80 Meter Hürden auf 12,29 Sekunden. „Das ist ganz knapp an der DM-Norm der W15“, sagt ihr Trainer, „aber sie darf bei der U16-DM noch nicht starten.“ In Westfalen hat sie sich auf Rang zwei vorgeschoben.
Trotz eines „technischen Defekts“ am Startblock gelang Hannah Carin Brieden (U18) mit 12,23 Sekunden ebenso eine neue Bestzeit wie auch über 200 Meter. Sie verbesserte sich ohne nennenswerte Konkurrenz auf hervorragende 24,77 Sekunden, gleichbedeutend mit Rang eins in Westfalen und sieben bundesweit. Hannah Brieden ist voll in der Olper Leichtathletik angekommen.
All diese Leistungen basieren aber letztlich auf einer professionell ausgerichteten Nachwuchsarbeit und die beginnt im Vorschul- und Grundschulalter. Die Kinderleichtathletik, die das BiggeEnergie-Sportfest eröffnete, ist der beste Nachweis. Die Folge sind große Erfolge, die auch auswärtige junge Athleten auf Olpe aufmerksam machen. Die beiden Top-Talente Hannah Bauermann aus Waldbröl und Hannah Carin Brieden aus Wipperfürth (beide U18) sind der beste Beleg für den Pull-Faktor der Olper Leichtathletik von TV und Skiclub Olpe.
Westfalenpost, 06.06.2025
„Tor war die Kirsche auf der Torte“
Frieder Krause hat seine Spieler-Karriere beendet, aber als Trainer hat er mit TV Olpe noch viel vor
Olpe Mit dem dritten Platz in der Handball-Verbandsliga (ehemals Landesliga) haben die Handballer des TV Olpe eine starke Saison abgeschlossen. Für Frieder Krause war es ein besonderes Jahr, da er seine aktive Karriere beendet. Bald steht er nur noch als Trainer am Rand. In Interview verrät er, warum er nicht mehr spielen möchte und wie es beim TVO weitergeht.
Es läuft beim TV Olpe. Was sind die Gründe dafür?
Frieder Krause: Die Jungs haben sich in den letzten Monaten individuell und als Team hervorragend weiterentwickelt. Neben dem handballerischen Können haben sie vor allem mental einen großen Schritt nach vorne gemacht und sind in vielen Bereichen stabiler geworden. Die beiden Komponenten miteinander gepaart ergeben den erfreulichen dritten Platz.
Sie haben nun offiziell ihre Spielerkarriere beendet. Was war ausschlaggebend, diesen Schritt zu gehen?
Mein Körper dankt es mir. Nach der verletzungsreichen Saison 2023/2024 musste ich einsehen, dass ich nicht mehr in dem Umfang spielen kann, wie es noch vor ein paar Jahren ging. Zudem kann ich als Trainer von der Seitenlinie andere Impulse geben und habe einen anderen Überblick als auf dem Spielfeld. Und zu guter Letzt hat die Mannschaft in den letzten Monaten bewiesen, dass sie mich in den meisten Fällen auch gar nicht mehr auf dem Spielfeld braucht. Mein Kurzeinsatz gegen den Meister HSG Herdecke/Ende war ein würdiger Abschluss meiner aktiven Laufbahn. Mein Tor kurz vor Schluss die Kirsche auf der Torte nach einem Jahr als verantwortlicher Trainer beim TVO.
Wie sieht Ihr Aufgabengebiet genau aus?
Neben den klassischen Trainertätigkeiten wie Spielvorbereitung, Trainingsgestaltung und Weiterentwicklung der Spieler und Mannschaft kümmere ich mich auch zusammen mit Ben Fuhrmann um die Optimierung des Kaders, sowie des sportlichen Umfelds. Regelmäßige Abstimmungen mit dem Vorstand, sowie stets ein offenes Ohr für die Spieler zu haben, zählen dann ebenfalls zu den Aufgaben dazu.
Wie hat sich die Mannschaft nach dem ersten Abstieg aus der Verbandsliga und dem harten Landesligajahr entwickelt?
Ich denke, der dritte Platz spricht für sich. Nach dem Abstieg haben wir bewusst einen Umbruch im Kader eingeleitet und verstärkt auf junge Spieler aus dem Umkreis gesetzt. Dass die Jungs sich in dem Tempo entwickeln und bereits im vergangenen Jahr in einer wirklich herausfordernden Saison schon so funktionieren, war dann sogar etwas überraschend, wenn natürlich auch sehr erfreulich. Auch wenn ich die Entwicklung noch lange nicht am Ende sehe, ist die Momentaufnahme sehr schön.
Was war gut und wo ist noch Luft nach oben?
Wir haben viele knappe Spiele in der Schlussphase noch gedreht oder mit einem Punktgewinn abgeschlossen, das spricht für eine intakte Moral und den Glauben, dass immer etwas möglich ist. Luft nach oben ist noch bei der Stabilität in den Leistungen, dort sind die Schwankungen teilweise zu extrem.
Wenn Sie zwei Sachen herauspicken, die nicht so gut gelaufen wären, welche wären das?
Das verlorene Heimspiel gegen Hagen war ein sehr ärgerlicher Moment, da wir den Sieg dort gefühlt dem Gegner durch eine krasse Schwächephase in der ersten Halbzeit geschenkt haben. Ansonsten ist es momentan die Hallensituation in Olpe, die mich nicht zufrieden stellt. Wir trainieren seit Schließung der Realschulhalle zusammen mit unseren Freunden vom Basketball, was für beide Mannschaften keine optimale Lösung ist. Ich denke, dass die beiden ranghöchsten Teams in Olpe da eine bessere Lösung seitens der Stadt verdient haben.
Wie hat sich der Handball in den letzten Jahren verändert?
Handball wird definitiv immer schneller, ebenfalls sind die Zeiten der klassischen Rückraumshooter fast vorbei. Heutzutage wird sehr viel über Tempospiel, Eins-gegen-Eins und sehr auf den Gegner abgestimmte, variable Angriffs- und Abwehrtaktiken gearbeitet. Dass es mittlerweile ein probates Mittel ist, mit vier Rückraumspielern zu agieren, hätte vor fünf Jahren auch niemand für möglich gehalten.
Warum kommen Sie nicht vom Handball los und was fasziniert Sie daran?
Weil ich weiterhin der Meinung bin, dass es keinen attraktiveren Sport gibt, in dem es zwar immer zur Sache geht, man sich aber stets fair gegenüber Mitspielern und Gegenspielern verhält. Der Handball ist wie eine große Familie und aus der kommt man ja bekanntlich sowieso nicht so schnell weg.
