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Januar 2025

Westfalenpost, 28.01.2025

Generalprobe vor dem Spitzenspiel endet dreistellig

2. Regionalliga: Basketballer der BG Olpe/Siegen überzeugen beim 117:78 in der Offensive, doch lässt die Defensive zu viel zu

Olpe/Iserlohn Ob es eine gelungene Generalprobe war, sei einmal dahingestellt. Denn das ohnehin erwartete und letztlich mehr als souveräne 117:78 (56:40) bei den abstiegsgefährdeten Kangaroos vom TuS Iserlohn erfüllte nur offensiv die Vorstellung von Trainer Daniel Baethcke. Dagegen ließ die Defensive einfach zu viel zu. „Wenn wir eine Chance im Spitzenspiel am Wochenende haben wollen, müssen wir uns noch steigern“, blickte Baethcke gleich nach vorne und weiß, wo er in den nächsten Trainingseinheiten den Hebel ansetzen muss. „Jetzt heißt es hart zu trainieren, um ready zu sein für das Top-Duell gegen Werne.“

Ebenso sah der BG-Coach im ersten Viertel einige Nachlässigkeiten. Den schnellen 9:2-Start seiner Jungs beantworteten die Gastgeber mit einer vorübergehenden 20:19-Führung. Dieser kurze Schuss vor den Bug rüttelte die Gäste dann endgültig wach, sodass sie in den folgenden drei Vierteln nichts mehr anbrennen ließen. „117 Punkte muss man dann auch erstmal machen“, stimmten Daniel Baethcke zumindest in diesem Element zufrieden.

Weniger zufrieden dagegen war der BG-Coach mit der Freiwurf- und Dreierquote. „Nur sechzig Prozent der Freiwürfe waren erfolgreich“, so Baethcke. Das sei ausbaufähig ebenso wie die Erfolgsquote aus der Distanz. Nur sechs Dreier gegen zwölf von Iserlohn sagen eigentlich alles. Jeremiah Sparks, ohnehin mit insgesamt 32 Punkten auf höchstem Niveau, traf ebenso zweimal von jenseits der 6,75-Meter-Linie wie Kapitän Damir Kasun.

Nur wenige Zuschauer sahen das Iserlohner Debakel – dafür aber immerhin fünf spektakuläre Dunkings der Black Flyz. Erwähnenswert, dass bereits Mitte des Schlussviertels Bilal Atli die hundert Punkte knackte und damit den fünften dreistelligen Erfolg in dieser Spielzeit einleitete. Erfreulich auch Neuzugang Tresor Nsiabandoki, der mit 13 Punkten, darunter ein Dreier, zu den insgesamt fünf Scorern gehörte, die zweistellig punkteten.

Während die Gastgeber insgesamt nur sieben Spieler aufgeboten hatten, saßen bei den Black Flyz elf Akteure, fast full house, auf der Bank. Trotz des großen Aufgebots, aber in Anbetracht der Überlegenheit konnte das Duo Baethcke/Klein sämtlichen Spielern zehn und mehr Einsatzminuten geben.

Statistik (Punkte/Einsatzzeiten): Jeremia Sparks (32/24:09 Minuten), Phillip Becker (8/19:57), Marcel Weiß (0/13:57), Alexander Gerzen (4/17:58). Tresor Nsiabandoki (13/16:14), Bilal Atli (11/15:45), Tala Fam Thiam (19/19:39), Jack Shannon (18/21:27), Damir Kasun (8/27:10), Hüseyin Souleiman (2/13:24), Sascha Budiuk (2/10:19).


Westfalenpost, 24.01.2025

Basketball: Vor der Kür steht die Pflicht

BG Olpe/Siegen reist vor Regionalliga-Topspiel nach Iserlohn

Olpe „Eins nach dem anderen“, sagte BG-Trainer Daniel Baethcke, „erst an Iserlohn denken, dann an Werne.“ Der Rückrundenauftakt bei den TuS Iserlohn Kangaroos wirft seine Schatten voraus auf das eine Woche später folgende Highlight der 2. Regionalliga. Doch zuvor müssen die Basketballer der BG Olpe/Siegen ihre Hausaufgaben machen. Die Begegnung in Iserlohn bei den abstiegsgefährdeten Kangaroos ist zugleich ein Wiedersehen mit dem letztjährigen Coach der Black Flyz, Maximilian Steeb. Doch bei aller Freundschaft: zu verschenken haben die Korbjäger der BG aus Olpe und Siegen nichts.

Dafür steht eine Woche später zu viel auf dem Spiel. Und Daniel Baethcke mahnt natürlich, dass es in Iserlohn immer schwer sei. „Da ist auch ein Einsatz von routinierten Spielern aus der Pro B möglich, geht es doch für die junge Iserlohner Truppe um den Klassenerhalt.“ Aber davon sollten sich die Baethcke-Jungs nicht beeinflussen lassen, zumal Olpe/Siegen voraussichtlich komplett antreten kann.

Aufbauend auf einer guten Trainingseinheit in der zurückliegenden Woche, sollte sich die heimische BG nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Eine Niederlage in Iserlohn wäre fast gleichbedeutend mit einer Vorentscheidung im Titelkampf, Gelingt die Generalprobe, kann Spitzenreiter Werne kommen – und in der Kreissporthalle in Olpe dürfte dann der Bär toben. Volkher Pullmann


Westfalenpost, 24.01.2025

Die brüderliche Flügelzange

Joshua und Samuel Krawitz spielen gemeinsam beim Handball-Verbandsligisten TV Olpe

Olpe Dass ihre sportliche Laufbahn schon vorgezeichnet war, lässt sich bei Samuel und Joshua Krawitz bedenkenlos sagen. Beide stammen aus einer Olper Handballfamilie und zählen zu den Leistungsträgern des Handball-Verbandsligisten TV Olpe.

„Ohne Motivation wäre ich heute nicht beim Handball. Ich habe auch bei den Sportfreunden Biggetal Fußball gespielt, mich aber für den Handball entschieden. Ich habe richtig Bock auf Handball“, bekräftigt Samuel Krawitz, der Jüngste aus der Familie. Bis auf eine Exkursion ins benachbarte Siegerland zum RSVE Siegen, weil es beim TV Olpe keine A-Jugend gab, spielte er immer beim TVO. „Nach der Rückkehr aus Eiserfeld trainierte Samuel mit der ersten Mannschaft. Samuel ist ein hoch talentierter Spieler mit hoher Motivation und wird seinen Weg gehen“, ist Frieder Krause, Trainer des TVO sicher.

Die Kreisstädter setzen in der neuen Umgebung neben erfahrenen Kräften auf junge, unverbrauchte Talente. Joshua Krawitz und sein Bruder Samuel sind Hoffnungsträger mit einem großen Handballherz. Joshua Krawitz trägt die Nummer 13, die auch sein Vater zur aktiven Zeit trug. „Joshua ist ein Vorbild auf und neben dem Platz, er stellt sich zu jeder Zeit mit 120 Prozent hinter unseren Verein und die Mannschaft“, sagte Ben Fuhrmann, Abteilungsleiter des TV Olpe.

Vater Thomas war über Jahre hinweg ein Führungsspieler des TV Olpe auf und neben dem Parkett. „Im Alter von zwei Wochen war ich schon in der Handballhalle“, erzählt Joshua Krawitz schmunzelnd. Das war zu der Zeit, als Vater Thomas noch beim TuS Ferndorf spielte. „Während meiner Zeit im Olper Jugendbereich bin ich in der Halbzeitpause dem Ball immer hinterher gelaufen“, erinnert er sich. „Handball ist bei uns immer ein Thema, ich kann von der Erfahrung meines Vaters immer profitieren“, betont Joshua Krawitz.

Ein gemeinsamer Liga-Einsatz

Einmal standen auch beide gemeinsam auf der Platte. „In der Landesliga, als mein Vater bei uns ausgeholfen hat“, sagte Joshua Krawitz. „Doch wir sind uns nicht in die Quere gekommen. Ich spiele auf der linken Seite und Papa auf der rechten Seite.“ Er hat alle Nachwuchsabteilungen beim TV Olpe durchlaufen, spielte nur in der B-Junioren beim TuS 09 Drolshagen.

„Joshua hat seine positive Entwicklung der letzten Jahre in dieser Saison weiter fortgesetzt. Er ist unser Linksaußen und zeichnet sich vor allem durch seinen Einsatz, Fleiß und Willen aus. Auch bei ihm sehen wir weiterhin großes Potenzial und seinen Weg noch lange nicht am Ende. Joshua würde auch in der Woche fünf Mal trainieren, so ehrgeizig und motiviert erlebe ich ihn“, lobt Frieder Krause den Nachwuchsspieler, der im harten Wettbewerb mit Nils Thiem steht. „Absolute Konzentration und Einsatz auf dem Parkett sind die Grundvoraussetzung, um Akzente zu setzen und in engen Spielen die richtigen Entscheidungen zu treffen“, sagte Joshua Krawitz.

Die intensive Vorbereitung war die Grundlage für die gute Platzierung in der Verbandsliga Spezielle Übungseinheiten an der „legendären Himmelstreppe“ oberhalb des Biggerandweges waren eine tolle Krafteinheit, die so mancher Sportler verflucht hat. „Es hat mich aber weitergebracht, denn ich bin erheblich schneller im Spiel nach vorne geworden“, sagt Krawitz. Das erste von drei Auswärtsspielen in Folge bestreitet der TV Olpe bei DJK Westfalia Welper am Sonntag um 18 Uhr. Meinolf Wagner


Westfalenpost, 22.01.2025

Arbeitssieg des TV Olpe gegen Schlusslicht

Handball-Verbandsliga: Schwacher Start, dann klares 26:18

Olpe Alles unter Kontrolle hatte der TV Olpe in einer insgesamt schwachen Partie der Handball-Verbandsliga. Das Endergebnis von 26:18 (13:7) gegen den Tabellenletzten Letmather TV ließ keine zwei Meinungen darüber zu, ob es verdient war oder nicht.

Wie in bisher allen Heimspielen hatte die TVO-Sieben wieder ihre Probleme in der Anfangsphase. Aber auch Pech war im Spiel, was vier Holztreffer von Samuel Krawitz und Nils Thiem belegen. Aber die Abwehr war löchrig, Tempo fehlte, es gab Probleme in der Ballkontrolle die Leichtigkeit war nicht da. Auch eine frühe Auszeit von TVO-Coach Frieder Krause brachte keine Änderung.

Die Gäste aus dem Iserlohner Vorort blieben im ersten Durchgang so gut wie alles schuldig. Letmather Abschlussschwächen, aber auch ein gut aufgelegter Olper Torhüter Carlo Rogalla sorgte dafür, dass das der Tabellenletzte nur sieben Mal ins Schwarze traf.

Im zweiten Durchgang zeigte sich das gleiche Bild. So kam das Schlusslicht der Liga durch einen 4:0-Lauf zwar auf 14:10 heran, aber ohne den Olper Sieg in Gefahr zu bringen. Der Olper Spielertrainer Frieder Krause wechselte sich fünfzehn Minuten vor Schluss ein, um die fahrige Vorstellung seiner Mannschaft zu ordnen. Zum Schluss wurde es dann deutlich, denn die Kreisstädter zogen mit einem 5:0 Lauf durch (Frieder Krause, Marc Weigelt, Bastian Huckestein) zum Endstand von 26:18 auf und davon.

Überhaupt nicht zufrieden war der Olper Trainer Frieder Krause: „Es war ein mühsamer Arbeitssieg, denn über die gesamte Spielzeit haben wir nicht zu unserem Spiel gefunden. Wir haben Glück gehabt, dass der Tabellenletzte in keiner Weise der Begegnung richtig ins Spiel gekommen ist und sehr wenig Torgefahr ausgestrahlt hat. Trotz der zwei Auftaktsiege gegen Witten und Letmathe liegt vor den drei Auswärtsspielen in Folge noch eine Menge Arbeit vor uns.“

TV Olpe: Rogalla, Rumpff; Schneider (5), Schipper (1), Rohrmann (2), Huckestein (2), Joshua Krawitz (4), Frieder Krause (1), Thiem (3), Weigelt (4), Samuel Krawitz (2), Heinrich (3). Meinolf Wagner


Westfalenpost, 20.01.2025

Das Gipfeltreffen ist perfekt

Die Regionalliga-Basketballer der BG Olpe/Siegen schlagen das Schlusslicht Marler BC deutlich. Jetzt geht es gegen den Tabellenführer

Marl Die wichtigste Nachricht vorweg: Die Basketballer der BG TV Olpe und TV Jahn Siegen ließen beim Tabellenletzten Marler BC nichts anbrennen und setzten sich standesgemäß mit 99:52 (48:26) durch. Und dann die erfreulichste Nachricht: Wenn am 1. Februar der Liga-Primus LippeBaskets Werne in Olpe antreten muss, dann tatsächlich in Olpe – natürlich nicht in der maroden Halle am Seeweg, sondern in der Kreissporthalle Olpe. Doch bis dahin müssen die Jungs von Daniel Baethcke und Daniel Klein ihre Hausaufgaben machen.

Die erste Aufgabe haben die heimischen Korbjäger in der Chemie-Stadt Marl mit Bravour gelöst. Fazit: die Chemie stimmt weiterhin bei der BG Olpe Siegen. Einziger Wermutstropfen: „Die Hundert wurden knapp verpasst“, bedauerte Daniel Baethcke, dass es mit dem fünften dreistelligen Erfolg nichts wurde. Doch sonst gab es an der Vorstellung der Black Flyz kaum etwas auszusetzen. Ausnahme der totalen Zufriedenheit: „Wir wurden zu oft im Eins gegen Eins geschlagen.“ Doch das waren an diesem Tag nur Peanuts – die man sich gegen stärkere Gegner so nicht leisten darf.

Den Blitzstart der Gäste mit 16:3 nach sechs Minuten beantwortete Marl mit einem Mini-Lauf von 13:4, dabei auch drei Dreier in Folge, doch das war es dann auch. „Danach wurde die Verteidigung aggressiver und wir kamen vorne ins Rollen“, sah der BG-Coach die entscheidende Phase, in der die Weichen endgültig auf Sieg gestellt wurden. Mit bemerkenswerter Gleichmäßigkeit zog sich dann die Partie bis zur Schlusssirene hin – die aber doch etwas zu früh kam und dreistellig verhinderte.

Die Konstanz und Ausgeglichenheit zeigte sich auch in der Verteilung der Scorerquote. Allein fünf Spieler konnten zweistellig punkten, von denen Jeremiah Sparks und Jack Shannon mit jeweils 21 Punkten den Vogel abschossen. Da gehen die zehn Punkte von Rückkehrer Bilal Atli fast unter. „Bilal feierte bei seinem Comeback nicht nur mit seiner Dynamik, sondern auch mit fünf spektakulären Blocks eine mehr als gelungene Rückkehr, als wäre er nie weggewesen“, freute sich Daniel Baethcke für seinen Syrer. lup

Statistik: Jeremia Sparks (21), Marcel Weiß (11), Alexander Gerzen (3). Tresor Nsiabandoki (2), Bilal Atli (10), Tala Fam Thiam (18) Jack Shannon (21), Damir Kasun (9), Hüseyin Soukleiman, Sascha Budiuk (4).


Westfalenpost, 18.01.2025

BG Olpe/Siegen: Erfolgreiche Premiere im Blick

Basketballer treffen erstmals auf Marler BC

Olpe Premiere für die BG Olpe/Siegen: Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte kommt es einem Duell mit dem Marler BC, dem Neuling in der 2. Regionalliga (Samstag, 18.30 Uhr in Marl). Marl ist Schlusslicht, aber nur zwei Punkte vom rettenden Ufer entfernt, während die Südwestfalen als Zweiter der Liga ihre gute Ausgangsposition nicht aufs Spiel setzen wollen. BG-Coach Daniel Baethcke warnt aber: „Marl hat viele Spiele nur knapp verloren, darunter auch gegen den Dritten aus Dortmund.“

Die Vorbereitung für die vorletzte Partie vor dem großen Show-down gegen den Liga-Souverän Werne verlief sehr schleppend. Phillip Becker war verletzt und die „Imports“, wie es Baethcke ausdrückt, waren auf Heimaturlaub. „Wir müssen die Marler Schwächen unter dem Korb nutzen und schnell auf Betriebstemperatur kommen, um unsere Offensivstärke dem Gegner aufdrücken zu können.“

Es wird die vorletzte Generalprobe vor dem Top-Duell gegen den ungeschlagenen Tabellenführer LippeBaskets Werne sein. Und da kommt schon viel Vorfreude auf, zumal die Gäste mit einem Fanbus anreisen werden. Es könnte das Spiel des Jahres in der Kreissporthalle Siegen werden. Am 1. Februar ist es so weit. lup


Westfalenpost, 18.01.2025

Gute Nachrichten für den TV Olpe: Frieder Krause bleibt

Handball-Verbandsligist verlängert mit seinem Trainer. Auch der Kader bleibt zusammen

Olpe Gute Nachricht für die Verbandsliga-Handballer des TV Olpe: „Trainer Frieder Krause und der gesamte Kader der ersten Mannschaft haben ihre Zusage für die kommende Spielzeit gegeben“, freute sich Ben Fuhrmann, Sportlicher Leiter der Kreisstädter. „Das gibt uns Planungssicherheit. So haben wir die Möglichkeit, in Gespräche mit externen Spielern zu gehen, um unsere Mannschaft weiter zu verstärken“, erklärt Fuhrmann.

„Den aktuellen Tabellenstand sollten wir nicht überbewerten. Wir hatten Begegnungen dabei, die wir für uns entscheiden mussten, aber auch Rückschläge eingesteckt (siehe Eintracht Hagen III 24:25), dies gehört zu unserer Entwicklung. Hier hat unser Trainer Frieder Krause einen ganz großen Anteil, denn die Richtung stimmt.“ Zum zweiten Mal treten die Verbandsliga-Handballer des TV Olpe (Samstag, 18.30 Uhr) vor heimischem Anhang an.

Zu Gast ist der Tabellenletzte Letmather TV, der im harten Kampf um den Klassenerhalt verwickelt ist. Die Gäste aus dem Iserlohner Vorort unterlagen im Hinspiel deutlich mit 20:30 (7:15). Der Schwung beim 32:21 (19:12)-Heimsieg gegen den ETV Witten soll für den nötigen Rückenwind sorgen. Mit einer guten Abwehrleistung und einem präzisen Tempospiel sollten die beiden Punkte beim Tabellenvierten der Verbandsliga bleiben. „Auf den obligatorischen Fehlstart der Mannschaft, der in dieser Saison zum Standard gehört, sollten wir verzichten“, gab Ben Fuhrmann seinem Team mit.

Die Schützlinge des Olper Trainers Frieder Krause gehen als Favorit in dieses Spiel, anschließend müssen die Kreisstädter drei Mal auswärts antreten. Mit einem Sieg könnten sie Selbstbewusstsein für die kommenden Aufgaben tanken und sich weiter im oberen Drittel der Liga festsetzen. „Bis auf Rückraum-Shooter Henrik Ohm, der privat verhindert ist, können wir mit voller Kapelle auflaufen“, betonte Ben Fuhrmann. „Wir haben keinen Grund, dieses vermeintlich einfache Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. Deren sechs Pluspunkte aus der Hinrunde sollten nicht dazu führen, dass wir die Letmather unterschätzen.“ mewa


Westfalenpost, 14.01.2025

Kalte Halle: Spiel des TV Olpe auf der Kippe

Handball-Verbandsliga: Gastgeber starten prima ins neue Jahr

Olpe Mit Schwung ist Handball-Verbandsligist TV Olpe ins Jahr gestartet. Deutlich mit 32:21 (19:12) schickte er den Aufsteiger ESV Witten heim. Wie in fast jedes Spiel in der Hinrunde hatte der TV Olpe auch diesmal Startprobleme, was auch den ungewohnten Verhältnissen, sprich Harz und der unbeheizten Kreissporthalle, geschuldet war. „Diese Verhältnisse sind einfach nicht tragbar. Das Spiel stand auf der Kippe, denn die Schiedsrichter hatten starke Bedenken, die Begegnung unter diesen Gesichtspunkten anzupfeifen“, sagte Ben Fuhrmann, der Sportliche Leiter des TV Olpe.

Schnell lag Witten mit 3:1 vorn. Doch blieb der TVO dran. TVO-Coach Frieder Krause nahm beim Stand von 6:5 eine Auszeit, um sein Team mit neuen taktischen Mitteln in die Spur zu bringen. Bei 11:6 in der 18. und 32. Minute hielt TVO-Torhüter Carlo Rogalla, der wie gewohnt der Rückhalt war, zwei Siebenmeter

Witten kam in keiner Phase des Spieles für einen doppelten Punktgewinn in Frage. Zumal die Hausherren auf das Tempo drückten und in der 43. Minute gar uneinholbar mit 13 Toren vorn lagen. Spätestens nach dem 28:20 (Samuel Krawitz, 50.) war die Messe dann auch gelesen. Der Olper Anhang feierte in den letzten Minuten mit stehenden Ovationen. „Es war ein ungefährdeter Heimsieg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, aus der sicherlich Hendrik Ohm mit 10 Toren aus dem Spiel heraus entscheidende Impulse setzte. Wir haben die Leistung aus dem Spiel gegen den Spitzenreiter HSG Herdecke/Ende bestätigt und können mit Selbstbewusstsein gegen den Letmather TV nachlegen“, so Ben Fuhrmann.mewa

TV Olpe: Rogalla; Schneider (5), Schipper (1), Rohrmann (1), Joshua Krawitz (6), Thiem (2), Weigelt (1), Samuel Krawitz (5), Heinrich, Ohm (10).


Westfalenpost, 13.01.2025

Hannah Carin Brieden: Neuer Rohdiamant des TV Olpe

16-jährige Leichtathletin erstürmt die Bestenlisten. Wipperfürtherin ist über 200 Meter mit 24,99 Sekunden zweitschnellste Deutsche.

Olpe Etwa 40 Kilometer von Kreuzberg auf den Kreuzberg? Die Duplizität der Namensgebung klärt sich schnell. Das Riesentalent Hannah Carin Brieden, wohnhaft in Wipperfürth-Kreuzberg, wechselte mit Wirkung vom 1. Januar von der LG Halver-Schalksmühle zum TV Olpe auf den Kreuzberg. Dort liegt für die noch 16-Jährige nun die sportliche Heimat – und das hat sie sich ganz freiwillig auserkoren.

Begonnen hatte alles in der Trainingsgruppe von Landestrainer Dieter Rotter. Doch bevor es soweit war, musste Hannah Carin erst einmal das kleine Einmaleins der Leichtathletik kennenlernen, schon während ihrer Grundschulzeit. Erste Station war die LG Wipperfürth, bevor bei der LG Halver-Schalksmühle unter Trainer Dirk Maximowitz das große Einmaleins folgte. Das Talent wurde ihr von den Eltern in die Wiege gelegt, beide selbst erklärte Leichtathleten.

„Die Mama ist die hundert Meter sogar unter zwölf Sekunden gelaufen“, sagt Hannah Carin Brieden stolz. Ob sie einmal den Familienrekord knackt? Ihre Bestzeit aus dem Vorjahr liegt bei 12,37 Sekunden. Bei ihrem Talent ist das nicht unrealistisch, zumal sie seit Herbst schon wieder hat aufhorchen lassen. Mit 7,72 Sekunden katapultierte sie sich im Dezember, noch im Trikot der LG Halver-Schalksmühle, auf Platz vier der DLV-Bestenliste der U18.

Und noch besser sieht es über 200 Meter aus, 24,99 Sekunden und derzeit die zweitschnellste Deutsche. „Eigentlich laufe ich die Zweihundert auch lieber als die Hundert“, gibt sie selbstkritisch zu, „über hundert Meter bin ich oft zu verkrampft.“ Mit dem Wechsel zur Startgemeinschaft Olpe/Lennestadt sind auch die Chancen der Staffel für die Teilnahme an den nationalen Meisterschaften sprunghaft gestiegen. Genau das war die Motivation für Hannah Carin Brieden, die Zweite – nach Hannah Bauermann.

„Ich bin ja in den letzten beiden Jahren oft mit den Mädels aus Olpe zusammengekommen, nicht nur bei den Westfälischen Meisterschaften, auch schon bei den ‚Deutschen‘, und da habe ich eine tolle Gemeinschaft kennengelernt.“ Der erste gemeinsame Wettkampf bestätigte ihren Wunsch, nach Olpe zu gehen. Beim Jump’n’Run in Dortmund setzte das U20-Quartett der StG Olpe/Lennestadt in der Besetzung Maja Blagojevic, Hannah Bauermann, Maja Tröster und Hannah Carin Brieden bundesweit eine mehr als nur bemerkenswerte Duftmarke. Mit 1:41,78 Minuten stürmten die Mädels auf Platz fünf der deutschen U20-Bestenliste und unterboten die Norm für die U20-DM um fest fünf Sekunden.

Voraussetzung für ihren steilen Anstieg in die Bestenlisten war zum einen natürlich Heimtrainer Dirk Maximowitz. Seine Ausbildung und Förderung führten Hannah Carin Brieden in der Saison 2023 in die vorderen Ränge der Westfälischen Bestenliste der U16. Jeweils Platz sieben über 100 und 300 Meter ließen aufhorchen – und sie fand Aufnahme ins „goldgas Talentteam“. Dort übernahm Sprint-Landestrainer Dieter Rotter, auch in Absprache mit ihrem Heimtrainer, die weitere Förderung – mit überragenden Leistungen. Der Rohdiamant wird geschliffen.

Wichtig war es für Hannah Carin Brieden, dass sie mit ihrem Wunsch nach einem Wechsel auf offene Ohren stieß. „Der Impuls ging von mir aus“, blickt sie zurück, „es macht unheimlich viel Spaß, mit Dieter Rotter und auch den Olper Mädels zusammenzuarbeiten. Irgendwann kam dann der Gedanke nach einem Wechsel auf, der dann in beiderseitigem Einvernehmen über die Bühne ging.“

Der erste große Wunsch, gemeinsame Teilnahme an einer Deutschen Jugendmeisterschaft, kann schon im Februar in Erfüllung gehen. Am Sonntag, 16. Februar, bilden die Staffeln über 4x200 Meter um 14.30 Uhr den finalen Abschluss der U20-Titelkämpfe – und Hannah Carin Brieden ist dabei. Und es muss nicht das letzte Highlight im Februar sein. Nur eine Woche später werden die nationalen Titelkämpfe der Männer und Frauen stattfinden – Schauplatz erneut Dortmund. Die Staffeln bilden erneut den Abschluss. Die B-Norm hat die Staffel um Hannah und Hannah sowie Maja und Maja (Tröster und Blagojevic) geschafft. Zur A-Norm fehlen noch 1,8 Sekunden. Landestrainer Dieter Rotter und U20-Trainer Michael Kluge sind sich einig: „Nicht unmöglich.“ Volkher Pullmann


Westfalenpost, 11.01.2025

TV Olpe gibt Top Fünf als Saisonziel aus

Handball-Verbandsligist empfängt am Samstag Aufsteiger ETV Witten

Olpe Januar ist Handballzeit: Nach drei Wochen Pause und vor der Weltmeisterschaft der Männer absolviert Handball-Verbandsligist TV Olpe das Nachholspiel gegen den ETV Witten (Samstag, 18.30 Uhr) und eine Woche später gegen den Letmather TV. Danach müssen die Kreisstädter fünf Mal in der Fremde antreten. Eine knackige Aufgabe.

Der Aufsteiger ETV Witten gibt ein Aufsteiger kommt mit einem negativen Punktestand nach Olpe. „Selbstverständlich gehen wir als Favorit in diese Begegnung“, gab Ben Fuhrmann, Sportlicher Leiter des TVO, die Marschroute vor. „Wir haben bewusst vor der Begegnung nur drei Mal in der Halle trainiert, damit die Mannschaft nach der nervenaufreibenden Hinrunde runterkommen kann“, erklärt Fuhrmann.

Nach der starken Vorstellung im Spitzenspiel bei der HSG Herdecke/Ende müssen die Schützlinge von TVO-Trainer Frieder Krause nun doppelt punkten. „Wir wollen uns unter den ersten Fünf einfinden, doch dafür müsste die Mannschaft ihr Potenzial über die gesamte Spielzeit auf die Platte bringen“, verlangt der Sportliche Leiter. Hoffnung gibt den Verantwortlichen die Altersstruktur des Teams, das so noch lange zusammenspielen kann und in dieser Saison bereits gezeigt hat, welch großes Potenzial im Kader steckt. Meinolf Wagner


Westfalenpost, 08.01.2025

Mia Glasow feiert bemerkenswerte Rückkehr

Sehnenriss stoppte Leichtathletin eine Ewigkeit lang

Olpe Nach dem harten Trainingslager kurz vor Silvester galt die Standortbestimmung der heimischen Leichtathleten in Dortmund nicht nur für die Deutschen Hallenmeisterschaften der U20, sondern auch für die nationalen Titelkämpfe der Frauen. Ein Paukenschlag war der Auftritt von Ben Tröster von der TSG Lennestadt, der über 200 Meter mit 22,18 Sekunden seine alte Bestzeit pulverisierte. „Das war eine sensationelle Vorstellung von Ben“, schwärmte Trainer Jochen Meyer. Damit setzte sich sein Schützling auf Rang zwei der DLV-Bestenliste der U20 – und das in seinem ersten Jahr in der Doppel-Altersklasse.

Bestzeiten aus dem Lager der TSG Lennestadt erzielten auch Maja Tröster über 60 Meter sowie Simon Schulte (U20) über 60 und 200 Meter. Meyer: „Simons Zeit von 23,07 Sekunden ist sehr gut und ich traue ihm auch noch die DM-Norm von 22,70 Sekunden zu.“ Für die schnellen Mädchen der Startgemeinschaft Olpe/Lennestadt ist der Fokus eindeutig auf die U20-DM vom 14. bis 16. Februar in Dortmund gerichtet. In der Besetzung Maja Blagojevic, Hannah Bauermann, Maja Tröster und Neuzugang Hannah Carin Brieden stürmten sie in 1:41,78 Minuten auf Platz fünf der deutschen U20-Bestenliste und unterboten die Norm für die U20-DM um fast fünf Sekunden.

Ein weiterer Paukenschlag gelang der U16 aus Olpe. Mia Gross, Alea Bremecker, Johanna Uelner und Thea Köhler bestätigten ihre Topleistung aus dem Dezember und stehen in der DLV-Rangliste auf Platz drei der U16. Einziger Wermutstropfen: Es gibt keine U16-Hallen-DM.

Fast in den Hintergrund geriet das bemerkenswerte Comeback von Mia Glasow, die nach einer ewig langen Leidenszeit wieder in den Wettkampfbetrieb eingestiegen ist – und wie. Als junge U14-Athletin führte sie vor drei Jahren damals die Westfälische Rangliste an, bevor sie ein Sehnenabriss völlig aus der Bahn warf. „Das ist eine höchst seltene Verletzung“, sagte Karl-Heinz Besting vom SC Olpe. Das einstige Supertalent aus der „leichtathletikverrückten“ Familie Glasow zahlt nun den Einsatz ihres Trainers Michael Kluge, ihrer fabelhaften Trainingsgruppe und der Familie mit einem Höchstmaß an Disziplin und Durchhaltewillen zurück. lup


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