Leichtathletik ...
... auf der Langstrecke wird man länger angefeuert!
Westfälische Teammeisterschaften erfolgreich organisiert
Rund 2.000 Sportler und Zuschauer sorgen für tolle Stimmung
Zum Abschluss beider Wettkampftage herrschte große Einigkeit bei den Athletinnen und Athleten, ihren Trainern und Betreuern, den Kampfrichtern und Helfern und den vielen Zuschauern: Es war sowohl in sportlicher als auch in organisatorischer Hinsicht eine großartige Veranstaltung. Die umfangreichen Vorbereitungen und die detaillierte Planung des Organisationsteams unter der Leitung von Thorsten Kämpfer hatten sich bezahlt gemacht.
Und es gab Programmpunkte, die es noch nie in der Geschichte der Finals auf westfälischer Landesebene zu sehen gab. So begeisterte als Pausenfüller zwischen den letzten Wettkämpfen und den Siegerehrungen an beiden Tagen die "Mad-Steps"-Gruppen aus dem TVO-Kindertanzen unter der Leitung Ira Schreiner die dicht gedrängten Reihen der Zuschauer. Das Team erntete für seine begeisternden Darbietungen stürmischen Beifall. Anerkennung für die Organisationsleistung der Olper Leichtathletik mit den beiden Vereinen Ski
Club Olpe und Turnverein Olpe kam auch von Bürgermeister Peter Weber und seinem designierten Nachfolger Tobias Schulte sowie vom FLVW-Kreisvorsitzenden Joachim Schlüter, die im Anschluss an das Wettbewerbsprogramm die Siegerehrungen vornahmen.
Im Stadion war alles ordentlich und sinnvoll aufgebaut
Die Wettkampfstationen im Stadion für die Disziplinblöcke Sprint, Sprung, Wurf/Stoß und Lauf waren ebenso perfekt eingerichtet wie die übrigen Organisationsbereiche Wettkampfauswertung, Moderation, Zeitmessung, musikalische Begleitung und das Catering. Dies sorgte für Sicherheit und eine Wohlfühlatmosphäre für alle.
Volle Konzentration über beide Tage hinweg an der Ziellinie, nur dadurch gelingt die Auswertung im Sprint, Hürdensprint, bei den Sprintstaffeln und den Mittelstreckenläufen über die 800-Meter Distanz. Hier muss alles bis auf die hundertstel Sekunden passen. Hohe Anforderungen stellen auch immer wieder der Aufbau und die Inbetriebnahme der Anlage, besonders in den Fällen, in denen mal irgendetwas nicht plangemäß funktioniert.
Die Ergebnisauswertung, sie bedeutet zwei volle Tage Schreibtisch- und Computerarbeit, der bereits Monate mit dem Anlegen des Wettkampfs und der Zeitpläne vorausgehen und mit dem Ausdruck der Urkunden und der Einstellung der Ergebnisse ins Internet ihren Abschluss findet. Somit können in der Regel Minuten nach Beendigung der jeweiligen Wettkämpfe die Ergebnisse auf den Handys und Tablets eingesehen werden. Die beiden Protagonisten im Wettkampfbüro, Thilo Pohl vom FLVW in Kamen und Helga Quinke, sind angewiesen auf die pünktliche Ergebnisübermittlung und sorgen ihrerseits für den steten Transport aller Listen zu den Wettkampfstationen.
Für die musikalische Untermalung sorgten unsere Diskjockeys Wayne Reimold, Michel Kämpfer und Louis Schmidt. Hier ist eine enge Abstimmung mit der Moderation notwendig, die vom Verband FLVW gestellt wurde. Die Anlage mit stadionweit verteilten Lautsprechern wurde von unserem Kooperationspartner Desire gestellt, der auch für die Beschallung des Olper Teamcups in der Innenstadt sorgt. Die abschließende Aufgabe ist die feierliche und würdigende musikalische Unterstützung der Siegerehrungen mit der Einspielung von Queens Superhit „We are the Champions“.
Insgesamt wirkten mehr als 90 Kampfrichter und Helfer aus der Olper Leichtathletik am Gelingen der Veranstaltung mit, beginnend mit der Ordnertätigkeit außerhalb des Stadions zwecks Einweisung der anreisenden Busse und PKW zu den vorhandenen Parkplätzen, bis zum Aufräumen nach Abschluss der Wettkämpfe und der Siegerehrungen. Hinzu kamen rund 20 Schiedsrichter des Verbands FLVW, die die Kampfrichterteams an den einzelnen Wettkampfstationen leiteten. Ein Großteil des Helferteams konzentrierte sich auf den Cateringbereich mit der wichtigen Aufgabe, die Kostendeckung zu sichern. Organisator Thorsten Kämpfer adelte in seinem Dankesschreiben an alle Helfer die Leitung dieses Bereichs mit den Worten: Ein besonderer Dank gilt Bernd Huperz und seiner Frau Heike. Sie haben im Vorfeld so viel Arbeit in die Vorbereitung des Catering gesteckt und organisatorisch das Wochenende gerockt. Von uns aus ein großes DANKESCHÖN!
Der Kreiskampfrichter-Lehrwart Alexander Kosina hatte im Vorfeld der Meisterschaften die Olper Kampfrichter ins Stadion eingeladen und sie in einem mehrstündigen Praxislehrgang auf die Aufgaben vorbereitet. Dies zahlte sich aus. Die Athletinnen fühlten sich gerecht und freundlich behandelt, was die gute Stimmung und die Motivation noch verstärkte. Gut funktionierte auch die Zusammenarbeit der Olper Kampfrichter mit den Schiedsrichtern aus dem Verband FLVW dank des gegenseitigen fachlichen Verständnisses. Alle Anlagen waren in Übereinstimmung mit den geltenden Richtlinien der DLO und der IWR aufgebaut und wurden von den Verbandsvertretern beanstandungslos abgenommen.
Auch die sportlichen Leistungen stimmten
Drei Teams der Olper Leichtathletik hatten sich für das Finale vor heimischem Publikum qualifiziert. Die weibliche U12 in der Wettkampfgruppe 1, die weibliche U14 in der Wettkampfgruppe 3 und die weibliche U16 in der Wettkampfgruppe 2. In jeder Altersklasse sind maximal 8 Teams zum Finale zugelassen. Die Zulassung muss durch die erfolgreiche Teilnahme an Qualifikationswettkämpfen erworben werden. Insgesamt waren in Olpe 84 Teams mit insgesamt mehr als 800 Athletinnen und Athleten am Start. Jeder Athlet/ jede Athletin sammelt in den einzelnen Disziplinen Punkte, die dem Mannschaftsergebnis zugeschlagen werden. Am Ende siegen die Teams mit der höchsten Punktzahl.
Die Kinder U 12 hatten sich im Vorkampf im benachbarten Erndtebrück mit 4.760 Punkten durchgesetzt. Im Finale in Olpe gelang den 10- und 11-jährigen Mädchen eine beachtliche Leistungssteigerung auf den Gesamtpunktestand von 4.858. Damit konnte der Rang 3 aus der westfälischen Qualifikationswertung im Finale eindrucksvoll verteidigt werden. Zwischenzeitlich wurde es jedoch noch einmal richtig spannend, als der SuS Oberaden am Olper Team mit 22 Punkten vorbeigezogen war. Der Konter folgte prompt. Im Hochsprung überwanden sowohl Annika Reichmann als auch Anni Rapior die Höhe von 1,24 Metern und eroberten mit der entsprechend hohen Punkteausbeute den dritten Rang zurück. Die endgültige Entscheidung fiel im abschließenden 800-Meter-Lauf. Die starken Läuferinnen des SuS Oberaden schienen in der letzten Kurve schon enteilt zu sein. Dann jedoch starteten Elin Kieserling und Lotta Scheiwe auf der Zielgeraden den Turbo und zogen an ihren Gegnerinnen vorbei. Beide in persönlicher Bestzeit, Lotti in 2:50,60 Minuten und Elin in 2:53,84 Minuten. Jubel herrschte jedoch schon nach der zweiten Disziplin, der 4 x 50 Meter Staffel. In der Besetzung Elin Kieserling, Frida Eisenkopf, Annika Reichmann und Schlussläuferin Annabell Rötz kam das Team in 29,01 Sekunden ins Ziel und verbesserte ihre Jahresbestleistung um eine halbe Sekunde.
Die Topwertungen des Tages in ihrem Team unter vielen guten Leistungen erzielten
Frida Eisenkopf mit der Zeit von 7,92 Sekunden im 50 Meter Sprint = 403 Punkte
Lotta Scheiwe mit der Zeit von 2:50,60 Minuten über die 800 Meter = 412 Punkte
Elin Kieserling mit der Weite von 3,96 Metern im Weitsprung = 430 Punkte
Johanna Steinhoff mit der Weite von 32,0 Metern im Ballwurf = 415 Punkte
Weiter mit der Staffel: Damit nicht genug, die vier schnellen Mädchen konnten sogar die hochfavorisierte Staffel des TV Wattenscheid 01 besiegen, die eine Schlusszeit von 29,18 Sekunden erreichte.
Die Teamaufstellung: Frida Eisenkopf, Annabell Rötz, Annika Reichmann, Lotta Scheiwe, Elin Kieserling, Anni Arens, Line Kubina, Anni Rapior, Johanna Steinhoff, Lotta Malcher, Frini Koch, Mila Pierkarniak und Martha Kämpfer
Auch die U 14 Mädchen überzeugten Die Mädchen U14 mit den Jahrgängen 2012 und 2013 traten in der Wettkampfgruppe 3 an, und starteten in den klassischen Vierkampfdisziplinen 75 Meter Sprint, Weitsprung, Ballwurf und der 4 x 50 Meter Staffel.
Frieda Stamm, Anna Sophie Aßmann, Greta Hesse, Mia Kipke, Hilda Kleine, Neele Schell, Emilia Heuel, Lisa Will und Antonia Brüggemann bestätigten unter dem Strich mit 3.143 Punkten ihr gutes Ergebnis aus dem Qualifikationswettkampf. Trotz großer kämpferischer Leistung musste das Olper Team am Ende die Mannschaft des SV Minden passieren lassen und fiel vom vierten auf den fünften Platz zurück.
Als erfolgreichste Punktelieferantinnen zeichneten sich Frieda Stamm mit 11,37 Sekunden über die 75 Meter mit 393 Punkten aus sowie Mia Kipke, die mit 33 Metern im Ballwurf (200 g) stolze 416 Punkte zum Mannschaftsergebnis beisteuerte. Die Sprintstaffel in der Aufstellung Anna Sophie Aßmann, Neele Schell, Mia Kipke und Greta Hesse erreichte, auch dank guter Wechsel, eine Zeit von 44,27 Sekunden und erwarb als Belohnung 841 Punkte. Das Trainerteam mit Thorsten Kämpfer, Sabrina Kipke und Mara Kipke lobte vor allem die ausgeprägte kämpferische Leistung ihrer Schützlinge und den guten Teamgeist, der letztlich entscheidend zum guten Ergebnis beigetragen hatte.
Das Team U 16 erring Podestplatz 3
Das erfolgsverwöhnte Olper Team mit dem Jahrgangsschwerpunkt 2010/2011 konnte in der Vergangenheit die Teammeisterschaft bereits 2-mal gewinnen, und zwar in den Klasse U12 und in der U14. In diesem Jahr lagen die Athletinnen nach den Qualifikationswettkämpfen „nur“ auf Rang 2. Es führte der LC Paderborn. Konsequenterweise hatten die Trainer Dieter Rotter und Thorsten Kämpfer ihre Schützlinge zum Angriff auf Rang 1 motiviert. Dass das Team am Ende auf Rang 3 zurückfiel, muss noch näher analysiert werden. Klar scheint jedoch zu sein, an der Einstellung und am Kampfgeist lag es nicht.
Immerhin wurde mit dem Schlussergebnis von 7.923 Punkten das Qualifikationsergebnis deutlich überschritten. Und schließlich sollte man auch mal anerkennen, dass andere Teams an einem guten Tag einfach besser sind, und dass nach einer langen, mit vielen Meisterschaften gespickten Saison das Erzielen von Bestleistungen schwierig ist. Eine der höchsten Punktwertungen des Tages erzielte Mia Gross mit 564 Zählern für ihre Bestzeit von 12,47 Sekunden über die 80 Meter Hürden. Auch Alea Bremecker überzeugte mit ihrem Ergebnis von 13,03 Sekunden über die 100 Meter und dem Lohn von 559 Punkten.
Emmi Weber und Pauline Dinter glänzten mit persönlichen Bestleistungen im 800-Meter-Lauf mit 2:38,22 Minuten und 2:43,20 Minuten. Im Hochsprung lief es dagegen nicht erwartungsgemäß. Lina Purgander, Pauline Dinter und Frida Ax scheiterten leider früh an der Höhe von 1,40 Meter. Im Kugelstoßen stellte dagegen Thea Köhler mit einer Weite von 8,91 Metern eine persönliche Bestleistung auf. Die 9-Meter-Marke scheint greifbar nahe. Im Speerwurf gelang Johanna Uelner mit 26,68 Metern eine persönliche Bestleistung, während die amtierende Westfalenmeisterin Sara Leubner mit 34,27 Metern nah an ihre Bestleistung herankam und stolze 536 Punkte für das Team hereinholte. Eine Topleistung erbrachte auch die 4 x 100 Meter Staffel in der Besetzung Mia Gross, Alea Bremecker, Johanna Aitzetmüller und Lina Purgander. Die Zeit von 51,48 Sekunden brachte 1.147 Punkte!
