Leichtathletik ...
... auf der Langstrecke wird man länger angefeuert!
Licht und Schatten bei der Hitzeschlacht in Wenden
In der Pandemiezeit gibt es nicht viele Vereine, die bereit und in der Lage sind, Wettkämpfe auszurichten. Eine Ausnahme bildet der Kreis Olpe mit der SG Wenden und der Olper Leichtathletik. Die Wendener veranstalteten am 8. August bereits ihren zweiten Wettbewerb in der späten Saison. Dieses Mal ging es um einen Förderwettkampf in den Disziplinen 800 Meter, 1.500 Meter und 5.000 Meter. Trotz der Hitze mit Temperaturen weit jenseits der 30 Grad waren die Läufe jeweils gut besetzt und die Ergebnisse auch auf der Langstrecke überraschend gut. Die gegenseitige Hilfestellung und Unterstützung, die sich die Vereine des Kreises regelmäßig gegenseitig gewähren, praktizierte auch dieses Mal die SG Wenden, indem sie für die heimischen Sprinter Einlageläufe in den Zeitplan einbaute. So gab es für die schnellen Jungs und Mädchen eine willkommene Gelegenheit zum Test und zur Erreichung von Qualifikationsnormen.
Dabei überragte Alexander Lind, eigentlich auf den Strecken ab 400 Meter und aufwärts zuhause, mit guten Sprintergebnissen über die 100 Meter mit 11,30 Sekunden und 200 Meter mit 23,15 Sekunden. Trainer Egon Bröcher weiß, warum er seinen Schützling immer mal wieder die kurzen Strecken sprinten lässt. Inzwischen zählen ja auch (inoffiziell) die 800 Meter zu den Sprintstrecken und das Vermögen einer hohen Grundschnelligkeit wirkt sich sehr positiv auf eine erfolgreiche Mittelstreckenkarriere aus.
Allen Grund zur Freude hatten die Mädchen der TSG Lennestadt. Helena Tröster (U18) sprintete über die 100 Meter zu einer neuen persönlichen Bestleistung und unterbot mit 12,37 Sekunden sogar die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Heilbronn. Über 200 Meter kratzte sie an der Norm von 25,70 Sek. und verfehlte sie lediglich um 9/100 Sekunden.
Gleich zwei persönliche Bestzeiten gelangen Emely Maag über die Kurzsprintdistanzen. Emely verbesserte sich über 100 Meter auf 13,35 Sek. und über 200 Meter auf 27,28 Sekunden. Vereinskollegin Kaethe Willmes unterbot über 200 Meter ihre persönliche Bestleistung um knapp 3/10 Sek. auf 27,39 Sek. Nach verletzungsbedingtem Trainingsrückstand kam Paula Simon (U20) über die 100 Meter auf 13,06 Sekunden. Auch Lea Wiethoff (U18) vom LC Attendorn sieht sich aktuell deutlich im Aufwind. Die erfolgreiche Siebenkämpferin hat in den vergangenen Monaten fleißig an der Verbesserung ihrer Grundschnelligkeit gearbeitet. Mit Erfolg! In Wenden unterbot Lea ihre bisherige Bestleistung um 5/10 Sekunden auf 12,95 Sekunden und knackte damit erstmals die 13-Sekunden-Marke. Keine Verbesserungen gelangen den drei Olper U18 Mädchen Annica Deblitz, Liv Heite und Lina Reiche, denen es aufgrund der zuletzt hohen Trainingsumfänge wohl noch an Frische fehlte.
Einen gelungenen Einstand feierte Marvin Huperz vom TV Olpe mit einem Ergebnis von 24,93 Sek. über die 200 Meter und freute sich über das erfolgreiche Unterbieten der 25-Sekunden-Marke.
Erfolgreich in Betreib genommen wurde an diesem Samstag die neue Zeitmessanlage. Nach dem ersten Aufbau und Test durch eine Expertengruppe aus den Kreisvereinen am Wochenende zuvor erfolgte nunmehr der erste Einsatz im Wettkampfbetrieb. „Alles läuft stabil“, urteilte der Olper Zeitnahmespezialist Thomas Greß und blickt optimistisch auf den ersten Einsatz im Olper Kreuzbergstadion am kommenden Samstag
